Studie

Saumagen und Regenwald

Deckblatt: Saumagen und Regenwald

Studie zu Klima- und Umweltwirkungen deutscher Agrarrohstoffimporte

Klima- und Umweltwirkungen deutscher Agrarrohstoffimporte am Beispiel Sojaschrot: Ansatzpunkte für eine zukunftsfähige Gestaltung

Weltweit stammen 14 Prozent aller klimaschädlichen Treibhausgase aus der Landwirtschaft. Futtermittel sind mit Abstand das wichtigste Agrarprodukt, das nach Deutschland und in die EU insgesamt importiert wird. Sojaschrot, das eine für die Fütterung besonders vorteilhafte Eiweißzusammensetzung besitzt, ist wiederum das Futtermittel, das am meisten importiert wird. Die Importe sind seit den 1960er Jahren stark angestiegen, und nehmen weiter zu. 80 Prozent der deutschen und europäischen Sojaimporte kommen aus Südamerika, vor allem aus Brasilien, Argentinien und Paraguay.

In all diesen Ländern ist der Sojaanbau in den letzten Jahrzehnten parallel zur wachsenden Sojanachfrage in Europa und Asien drastisch angestiegen und wächst weiter. Die mit dieser Expansion einhergehende Umwandlung von Regenwald und Steppe in Ackerland sind die wichtigste Quelle von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft. Bezogen auf die deutschen Importe bedeutet dies, dass allein durch den Anbau und vor allem der damit verbundenen Landnutzungsänderung - des für den deutschen Markt bestimmten Sojaschrot Treibhausgase emittiert werden, die fast 30 Prozent der von der deutschen Landwirtschaft selbst generierten entsprechen.

Für eine Bewertung der Auswirkungen des Sojaanbaus auf das Klima werden die entlang der gesamten Produktionskette verursachten Treibhausgasemissionen errechnet. Dabei werden der Lebenszyklus-Bewertungs-Methode folgend Anbau, Weiterverarbeitung und Transport der Rohstoffe und der Produkte als einzelne Elemente in die Berechnung einbezogen.

Document type

Studie

Author(s)

Tobias Reichert, Marion Reichardt

Pages

36

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Teamleiter Welternährung, Landnutzung und Handel
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