Meldung | 22.03.2020

Coronakrise und Klimaschutz: Demokratie stärken, nicht aushöhlen!

Christoph Bals im Gespräch mit Dieter Kassel auf Deutschlandfunk Kultur (20.03.2020)
Bild: Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, im Dialog

Fotoquelle: Valentin Pfleger / Germanwatch e.V.

"Kurzfristig entlastet die Coronakrise zwar die Umwelt, hat aber keinen langfristigen Effekt für den Klimaschutz, warnt Christoph Bals von Germanwatch. [...] Sorge bereitet Bals, dass es in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit Akteure gebe, die mit der fossilen Wirtschaft eng verbunden seien und die Coronakrise dazu nutzen wollten, um den Klimaschutz auszuhebeln. „Das wäre in der Tat absolut schrecklich für die Zukunft des Klimaschutzes“, so Bals. „Wir müssen diese starke Kurve nach oben umdrehen in eine Kurve nach unten, und zwar deutlich nach unten. Ansonsten haben wir keine Chance, die Klimaziele, die zur Abwendung und Eindämmung der Klimakrise notwendig sind, auch so umzusetzen oder zu erreichen."

Wer jetzt denke, man könne den Klimaschutz zurückstellen, der übersehe, was derzeit in der Coronakrise deutlich zu erkennen sei. Es müsse, wenn es um exponentielle Kurven gehe, sehr früh gehandelt werden, sonst gerate die ganze Entwicklung außer Kontrolle. Er sei deshalb froh, dass UN-Generalsekretär António Guterres deutlich gemacht habe, dass bei der Bekämpfung der Krise jetzt natürlich die Gesundheit und soziale Fragen im Vordergrund stünden. Aber es müssten auch die richtigen Impulse gesetzt werden, um Zukunftsstrukturen zu stärken und nicht zu schwächen."


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