Noch nie waren die Menschen in Europa so gut abgesichert wie in den letzten Jahrzehnten. Viel wird getan, um jedes Risiko unter Kontrolle zu bringen. Sogar gegen den Tod versucht man Absicherungen zu finden. Dabei ist der Tod das einzig Sichere im Leben – jedoch über das „Danach“ herrscht Unsicherheit.
Sicherheit ist für die Industriegesellschaften so etwas wie ein metaphysisches Projekt. Denn Sicherheit scheint in hoch ausdifferenzierten Gesellschaften ein unerlässlicher Garant für deren Stabilität zu sein. Doch es gilt das „Gesetz der ungewollten Nebenwirkungen“: Was Sicherheit erzeugt, kann durch unbeachtete und unbedachte Rückwirkungen das Risikopotenzial massiv erhöhen. Das gilt selbst für Liebesbeziehungen.
Von Politikern wird verlangt, für Sicherheit zu sorgen. Doch warum und wann werden „Sicherheits-Versprechen“ zum Risiko – für den Frieden mit den Nachbarn, für die Lebensumstände der Menschen, das Ökosystem oder das globale Klima?
Das Symposion Dürnstein gibt Gelegenheit mit namhaften Referentinnen und Referenten über die Risikofaktoren des Sicherheitsdenkens zu diskutieren.
Christoph Bals wird im Rahmen der Veranstaltung ein Impulsreferat zum Thema „Sicherheitsversprechen der Moderne und die dreifache Herausforderung von Energie- Klima- und Ernährungssicherheit“ halten.
Veranstaltungsort
A-3601 Dürnstein
Deutschland
Veranstalter
und Donau-Universität Krems, in Kooperation mit Stift Herzogenburg.