In der Futtermittelproduktion stehen sich zwei Modelle gegenüber: Das der globalen Arbeitsteilung und das der regionalen Produktion. Bei dem dominanten globalen Modell produzieren und exportieren die Europäer u. a. Getreide und die Süd- und Nordamerikaner Soja. Die Importe von Sojaschrot schaffen für Deutschland und die EU erst die Grundlage für steigende Exporte von Fleisch und Milchprodukten mit starken Folgen für die globalen und regionalen Märkte.
Die Dürre in weiten Teilen Nord- und Südamerikas im letzten Jahr hat außerdem zu extremen Sojapreissteigerungen geführt. In Folge der globalen Klimaveränderung werden diese Wetterextreme zunehmen. Im Pflanzenbau zeigen sich immer mehr die Grenzen enger Fruchtfolgen auf. Wird die regionale Eiweißfuttererzeugung zukünftig nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch erstrebenswert?
Die Tagung befasst sich mit folgenden Fragen & Schwerpunkten:
- Warum hat sich diese arbeitsteilige Wirtschaftsweise durchgesetzt?
- Ökologische und soziale Folgen und Grenzen dieser Wirtschaftsweise
- Chancen einer regionalen Futter- und Lebensmittelerzeugung
- Ausrichtung der deutschen und europäischen Agrarpolitik für eine ökologische, sozial nachhaltige und gentechnikfreie Futtermittelerzeugung
- Möglichkeiten der politischen Agenda und zivilgesellschaftlichen Bewegung in den kommenden Monaten
Tobias Reichert, Teamleiter Welternährung, nimmt an der abschließenden Podiumsdiskussion teil.
Veranstaltungsort
Platz der Deutschen Einheit 1
59065 Hamm (Westfalen)
Deutschland
Veranstalter
Landesverband Nordrhein-Westfalen