Pressemitteilung | 12.06.2013

Studie: Ausbau der Erneuerbaren Energien günstig wie noch nie

Renewables 2013 Global Status Report von REN21 erschienen
Cover Global Status Report 2013

Bonn, 12.6.2013. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien war 2012 deutlich günstiger als in den Vorjahren. Das ist ein Ergebnis des heute vorgestellten Renewables 2013 Global Status Report von REN21. Die Studie zeigt: In Deutschland sanken die Investitionsausgaben für den Ausbau der Erneuerbaren im Vergleich zu 2011 um 35 Prozent. Gleichzeitig nahm 2012 im Vergleich zum Vorjahr die Produktion von Strom aus Wind, Sonne und Wasser um ganze 10 Prozent zu.

In Deutschland entfielen 22,9 Prozent des Stromverbrauchs (gegenüber 20,5 Prozent im Jahr 2011), 10,4 Prozent der Wärmenutzung und 12,6 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs auf Erneuerbare Energien. Gleichzeitig gingen die Investitionen in Erneuerbaren Energien um 35 Prozent auf 20 Milliarden US-Dollar zurück.

"Wie stark der Rückgang der Investitionsausgaben war, hat auch uns überrascht“, erklärt Germanwatch-Energieexperte Jan Burck. „Insbesondere die enorm gesunkenen Kosten für Solarmodule machten es möglich, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien viel günstiger verlaufen ist als in den Vorjahren.“

Die REN21-Studie zeigt auch: Deutschland lag 2012 weltweit auf Platz eins bei der installierten Leistung von Photovoltaik, auf Platz drei bei der installierten Windkraft und auf Platz fünf bei der Gesamtkapazität der Erneuerbaren. Bei den Investitionen in Erneuerbare Energien belegte Deutschland den dritten Rang.

Im Moment läuft auf EU-Ebene die Debatte um verbindliche Klima- und Energieziele für 2030 an. Jan Burck fordert: "Wer den Ausbau der Erneuerbaren kostengünstig weitertreiben will, muss auch dafür sein, dass sich die EU auf ein ambitioniertes Erneuerbare-Energien-Ziel verständigt. Sollten wir nur ein CO2-Ziel bekommen, fehlt der Wirtschaft die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit."

Am REN21 Renewables 2013 Global Status Report haben weltweit mehr als 500 Spezialisten gearbeitet, darunter ein dreiköpfiges Germanwatch-Team.


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