Meldung | 29.05.2013

Stromnetzausbau: Stellungnahme zum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2014

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Im Rahmen des jährlichen Beteiligungsprozesses zum Netzausbau hat Germanwatch am 17. Mai 2013 eine Stellungnahme zum Szenariorahmen 2014 bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Der Szenariorahmen enthält konkrete Angaben über die Energieerzeugung in Deutschland und ist die Basis für die weitere Netzausbauplanung. Im Energiewirtschaftsgesetz ist festgelegt, dass die Übertragungsnetzbetreiber jährlich einen Entwurf für einen solchen Szenariorahmen vorlegen. Vor ihrer abschließenden Genehmigung konsultiert die Bundesnetzagentur die Öffentlichkeit. Diese Konsultation spielt eine zentrale Rolle bei der Transparenz des Verfahrens, da hier die Grundannahmen für das weitere Verfahren gelegt werden. Auf der Basis des von der Bundesnetzagentur genehmigten Szenariorahmens erarbeiten die Übertragungsnetzbetreiber im nächsten Schritt einen neuen Netzentwicklungsplan für das Jahr 2014. In der vorliegenden Stellungnahme bezieht Germanwatch Position zum Szenariorahmen 2014. Germanwatch kritisiert, dass mögliche Alternativen zum Netzausbau bislang noch nicht ausreichend in die Netzplanung mit einbezogen werden. So sollte im Rahmen von Sensitivitätsberechnungen beispielsweise untersucht werden, welche Auswirkungen eine stärkere Verlagerung von Offshore- Windenergie zu Onshore-Windenergie oder ein gezieltes Einspeisemanagement von Erneuerbaren Energien auf den Netzausbaubedarf haben.