Ausstellungseröffnung
Die Risiken für die Ernährungssicherheit weltweit nehmen zu – und die europäische und deutsche Landwirtschaftspolitik hat großen Anteil daran. Durch den Ausbau der Agrarenergie in Europa und den massiven Import von Futtermitteln für die industrialisierte Fleischproduktion werden in Südamerika riesige Acker-, Weide- und Waldflächen für den klimaschädlichen Anbau von Futter- und Energiepflanzen in Monokulturen umgewidmet.
Im Gegenzug entziehen steigende Billigexporte von Fleisch und Milchprodukten aus der EU vielen Bauern in Entwicklungsländern ihre Existenzgrundlage und machen Möglichkeiten für eine eigenständige Versorgung mit Nahrungsmitteln zunichte. Gleichzeitig schütten aus Verzweiflung Milchbauern und -bäuerinnen hier ihre Milch auf die Straße, weil sie nicht mehr davon leben können.
Programm:
11.30 Uhr: Gottesdienst für ausgeschlafene ChristInnen
12.45 Uhr: Imbiss
13.30 Uhr: „Mensch.Macht.Milch.“ – Eröffnung der Ausstellung:
Inputs:
• „Vom Bemühen, trotz wirtschaftlichen Drucks als Milchviehhalter Ideale
umzusetzen“ (Jutta Kröll, Milchbäuerin und Vorsitzende der AbL
Landesverband Rheinland-Pfalz e.V./Saarland)
• „Globale Landwirtschaftswende braucht kritische Verbraucher“
(Klemens van de Sand, Vorstand Germanwatch e.V.)
Anschließend Diskussion (Moderation: Stefan Rostock, Germanwatch e.V.) Musikalische Umrahmung: Politsatireband „Fortschrott“ (www.fortschrott.de) Anschließend Führung durch die Ausstellung.
Kontakt: info@haus-wasserburg.de
Veranstaltungsort
Pallottistraße 2
56179 Vallendar
Deutschland