Meldung | 20.09.2022

Stopp der staatlichen Förderung von Biokraftstoffen!

Verbände-Brief an Abgeordnete der FDP- und SPD-Bundestagsfraktion
Logoteppich der unterzeichnenden Organisationen

Die Beimischung von Biokraftstoffen zur fossilem Benzin wird seit mehr als fünfzehn Jahren staatlich gefördert. Spätestens seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der dadurch noch einmal verschärften Welternährungslage muss die Verarbeitung von Weizen, Mais und Rapsöl zu Biokraftstoffen aber in Frage gestellt werden: Statt Getreide und Raps in Autos zu verbrennen, sollte es vorrangig für die menschliche Ernährung eingesetzt werden.

Vetreter:innen verschiedener Organisationen und wissenschaftlicher Institutionen aus dem Agrar-, Umwelt- und Verbraucherschutzbereich, darunter auch Germanwatch, haben sich damit heute in einem gemeinsamen Brief an die Abgeordneten der FDP und SPD-Bundestagsfraktionen gewendet. Während Bundesumweltministerin Steffi Lemke, der Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und die Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze aktuell für einen Förderstopp für Biokraftstoffe einstehen, positionieren sich die FDP- und SPD-Fraktionen aktuell gegenläufig.

Neben der Frage der Ernährungssicherheit wird im Brief auch darauf hingewiesen, dass Biokraftstoffe – anders als oft verlautbart – keine klimaschonende Alternative zu fossilen Kraftstoffen darstellen.

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