Gemeinsam mit über 60 Unternehmen, Verbänden, NGOs, Think Tanks und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen hat Germanwatch die „European ETS2 Action Alliance“ gegründet. Diese Allianz fordert die schnelle und effektive Implementierung des Emissionshandelssystems für Gebäude und Straßenverkehr (ETS2). Konkrete Forderungen hat die Allianz in einem gemeinsamen Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und weitere EU-Poltiker:innen formuliert.
ETS2 stärkt die europäische Klimapolitik, die Wettbewerbsfähigkeit und die Resilienz der europäischen Wirtschaft. Es trägt zum einen zur Erreichung der Klimaziele bei, denn die Gebäude‑ und Verkehrssektoren gehören bislang zu den größten Emittenten.
Zum anderen erhöht ETS2 die Wettbewerbsfähigkeit Europas, weil ein verlässlicher CO₂‑Preis Innovationen in Energieeffizienz, Elektrifizierung und saubere Technologien beschleunigt. Unternehmen, die frühzeitig in klimafreundliche Lösungen investieren, sichern sich Kostenvorteile, reduzieren ihre Abhängigkeit von volatilen fossilen Märkten und stärken ihre Position auf globalen Märkten, die zunehmend klimaneutrale Produkte verlangen.
Gleichzeitig trägt ETS2 durch die Abkehr von fossilen Energieträgern zu einer geopolitisch unabhängigen und widerstandsfähigen Wirtschaft bei. Damit diese Vorteile voll wirksam werden, muss die Umsetzung von ETS2 jedoch rechtzeitig und effektiv erfolgen, um die dringend benötigte Planungssicherheit für Unternehmen und Haushalte zu gewährleisten.