Im Jahr 2025 trieben bewaffnete Konflikte, der Klimawandel, die Energiekrise sowie die Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie die Lebensmittelpreise und die Zahlen der von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen weiter in die Höhe. In einem Beitrag für den Kritischen Agrarbericht 2026 haben wir die Ernährungslage des letzten Jahres analysiert und zentrale Forderungen an die Bundesregierung formuliert, die auch für die kommenden Jahre noch von hoher Relevanz sind.
Hunger und Ernährungsunsicherheit bleiben aktuell weit über dem Niveau von 2015, als sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt hatte, Hunger und Ernährungsunsicherheit bis 2030 zu beenden. Im September 2025 befanden sich 1,4 Millionen Menschen in akuter Hungersnot. 95 Prozent der vom Hungertod bedrohten Menschen lebten in Gaza und im Sudan, wo Hunger als Kriegswaffe eingesetzt wurde. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung kann sich nicht gesund ernähren – mit verheerenden Folgen für die Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und die Umwelt. Weltweit gehen mehr Todesfälle und Krankheitslast auf ungesunde Ernährung zurück als auf die Risikofaktoren ungeschützter Sex, Alkohol-, Drogen- und Tabakkonsum zusammen.
In dem Artikel beleuchten wir neben den Ursachen auch die Ergebnisse internationaler Gipfel und multilateraler Initiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Hunger in der Welt zu bekämpfen und gemeinsam wirkungsvolle Maßnahmen zur Ernährungssicherung voranzubringen.
Unsere Kernforderungen sind eine verlässliche und ausreichende Finanzierung für die Ernährungssicherung, sowohl für die humanitäre Hilfe in akuten Ernährungskrisen als auch für die Entwicklungszusammenarbeit zur langfristigen Stärkung resilienter Ernährungssysteme weltweit. Außerdem müssen Sozialsysteme so ausgestaltet werden, dass sie das Recht auf angemessene Ernährung für alle Menschen sichern – auch für einkommensschwache Haushalte in Deutschland. Nicht zuletzt muss die Bundesregierung ihrer Verpflichtung nach humanitärem Völkerrecht konsequent nachkommen und all ihre diplomatischen und politischen Einflussmöglichkeiten nutzen, damit Menschen in bewaffneten Konflikten Zugang zu Nahrung und humanitärer Hilfe erhalten und Hunger nicht länger als Waffe eingesetzt wird.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Kritischen Agrarbericht 2026. Schwerpunkt des KAB 2026 ist „Wandel und Widerstand“.