Die Rechtsanwältin und Klimaschutzexpertin Dr. Roda Verheyen erhält für ihr langjähriges wirkungsvolles Engagement im Klima- und Umweltschutz den diesjährigen deutschen Umweltpreis.
Germanwatch arbeitet seit vielen Jahren mit Roda Verheyen zusammen, um vor Gericht die Rechte von besonders Betroffenen der Klimakrise durchzusetzen und den Staat, die EU sowie Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen – mit großem Erfolg. Im Jahr 2021 führte unsere gemeinsam mit anderen Verbänden eingereichte Verfassungsbeschwerde zu dem wegweisenden Klima-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. Zehn Jahre lang vertrat sie zudem den peruanischen Bergführer Saúl Luciano Lliuya in seiner Klimaklage gegen RWE, um von diesem sehr großen Emittenten einen angemessenen Anteil an Schutzmaßnahmen einzufordern. Denn seine Heimat ist von einem Gletscherseeausbruch bedroht, ähnliche dramatisch, wie es nun Nepal getroffen hat. Verheyen erwirkte ein historisches Präzedenzurteil zur Verantwortung von großen Emittenten, auch wenn im konkreten Fall die mögliche Betroffenheit des Klägers als zu gering eingestuft wurde.
Als Anwältin für Umwelt- und Klimaschutz setzt sich Roda Verheyen mit großer Beharrlichkeit für diejenigen ein, die von den Folgen der Klimakrise besonders betroffen sind – und deren Stimmen häufig zu wenig gehört werden.
Christoph Bals, Politikvorstand von Germanwatch kommentiert die Auszeichnung: „Der Preis würdigt zum einen die Relevanz der Klimaklagen, zum anderen die außergewöhnliche Qualität der Arbeit von Roda Verheyen. Herzlichen Glückwunsch!“
Überreicht wird der deutsche Umweltpreis am 25.10.2026 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Festakt Aachen.