Editorial

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Editorial

Es ist zu hoffen, dass die weitreichenden Ergebnisse des EU-Frühjahrsgipfels nun auf verschiedenen Ebenen Eigendynamik entfalten. Gerade die  "feste und unabhängige Verpflichtung", die eigenen Treibhausgase um mindestens 20 Prozent zu verringern, kann auf internationaler Ebene das Signal aussenden: Die Zeit des mühsamen Ringens um Lastenverteilung ist vorbei. Jetzt geht zumindest eine große Region in die Offensive und möchte bei den Chancen des Technologierrennens ins Solarzeitalter die Nase vorne haben. Für manche vielleicht ein stärkerer Anreiz zum Nachziehen als moralische Argumente.

Die Messlatte ,für das nächste "Spiel", den G8-Gipfel, hat EU- und G8-Präsidentin Merkel selber formuliert: das strategische Ziel, den globalen Temperaturanstieg unter der Großgefahrenschwelle von 2 Grad zu halten. 

Dabei muss Merkel aufpassen, dass ihr nicht das nationale Spiel international die Glaubwürdigkeit verhagelt. Beim Emissionshandel gilt es eine Umverteilung in Richtung Braunkohle zu unterbinden und den Einstieg in die Versteigerung zu schaffen. 

Christoph Bals

Redaktion: Immanuel Wolf, Manfred Treber, Sven Harmeling (V.i.S.d.P.), Christoph Bals, Gerold Kier, Jan Burck
 

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