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KlimaKompakt Nr. 93: Das UNESCO-Programm „Bildung für Nachhaltige Entwicklung für 2030“ (ESD for 2030) startet in 2020

Editorial

Die letzte KlimaKompakt-Ausgabe im Jahr 2019 macht auf das am 1.1.2020 anlaufende neue UNESCO Programm zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE für 2030) aufmerksam. Das auslaufende UNESCO BNE-Weltaktionsprogramm 2014-19 forderte: “to empower learners to transform themselves and the society they live in“. „BNE für 2030“ baut darauf auf und geht weiter. Es drängt auf eine Bildung, die dazu befähigt, politisch aktiv zu werden, um die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) umzusetzen: „Alle BNE Aktivitäten tragen zur Umsetzung der SDGs bei“ (5.3). Damit verfolgt es einen klar politischen Ansatz. Es spricht von transformativer BNE und sagt: „BNE in Aktion ist Bürger-sein in Aktion“ (4.7).

Im kommenden, politisch sehr spannenden Jahr 2020, können diese Impulse auf lokaler, regionaler, staatlicher EU- oder internationaler Ebene umgesetzt werden. Die Kommunalwahlen in NRW oder die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, in dessen Zentrum die Umsetzung des „European Green Deal“, klimapolitische Zielerhöhungen und Verhandlungen mit China, Indien, Südafrika usw. für die gemeinsame Umsetzung der Klima- und -Nachhaltigkeitsziele stehen, bedürfen des unterstützenden Drucks und Engagements der Bürger_innen. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist auch zentral für den UN-Klimaprozess, wo jetzt die Implementierungsphase in den Fokus rückt – und damit auch das Engagement von Kommunen, Wirtschaft und Bürger_innen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich Germanwatch dafür ein, dass die Impulse aus „BNE für 2030“ in der Bildungslandschaft „verdaut“ und umgesetzt werden. Gelebte Freiheit besteht darin, dass sich Bürger_innen aktiv in die Gesellschaft und Politik einbringen.


Stefan Rostock
Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, NRW-Fachpromotor für Klima & Entwicklung


IMPRESSUM

Redaktion: Stefan Rostock (V.i.S.d.P.), Christoph Bals, Pascal Molinario

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Mit Unterstützung von Brot für die Welt.
Für den Inhalt dieser Publikation ist allein Germanwatch verantwortlich.

Thema

KlimaKompakt Artikel

Empowerment: Der Weg zur transformativen BNE

Eine ganz kurze Geschichte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) war durch Ausrufung der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 – 20014) auf dem Weltgipfel Rio + 10 in Johannesburg 2002 weltweit auf die bildungspolitische Agenda gesetzt worden. Beim globalen Nachhaltigkeitsgipfel (Rio+20) wurde 2012 in Rio die Relevanz von BNE als wesentlicher Bestandteil einer qualitäts-orientierten Bildung und als Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Entwicklung anerkannt. Im Anschluss an die Dekade wurde das UN-Weltaktionsprogramm BNE 2014-2019 mit einem Fokus auf konkreten Aktionen und der Verbreitung und Weiterentwicklung von BNE umgesetzt.

KlimaKompakt Artikel

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die Umsetzung der Agenda2030 / SDGs bis 2030

Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs: ESD for 2030

Am 1.1.2020 startet das neue UNESCO-Bildungsprogramm: „Bildung für nachhaltige Entwicklung zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs): BNE für 2030“. Germanwatch übersetzt hier Auszüge aus dem bisher nur auf Englisch vorliegenden Dokument: Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030).

KlimaKompakt Artikel

Den gewachsenen Ansprüchen an eine politischere Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gerecht werden

Ein Ausblick – UNESCO: „Bildung für Nachhaltige Entwicklung für 2030“ (ESD for 2030)

Ausgehend vom neuen „BNE für 2030“ Programm sind hier einige Gedanken zur Umsetzung angerissen. "BNE für 2030“ wird nicht ohne Konsequenzen für andere Bildungsprozesse bleiben. ...