Meldung | 13.07.2021

Stromnetzentgelte reformieren: Für Gerechtigkeit & Innovationen – wie klappt`s?

Perspektivwechselworkshop am 08. und 09. Juni 2021
Stromtrassen auf einem Acker.

Um Klimaschutz, Versorgungssicherheit und eine zukunftsfähige Wirtschaft zu ermöglichen, muss das bestehende Energiesystem klimaneutral umgebaut werden. Das ist das Ziel der deutschen Energiewende. Die wesentlichen Eckpfeiler auf dem Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem sind Energieeffizienz und die Nutzung von Erneuerbare Energien – dabei kommt den Stromnetzen eine herausragende Rolle zu. Die Transformation hin zu einem klimaneutralen Energiesystem muss dabei immer gerecht ausgestaltet werden.

In diesem Workshop nahmen wir die aktuelle Finanzierung der Stromnetze – die Netzentgeltsystematik – in den Blick und fragten, ob sie den aktuellen Herausforderungen gewachsen ist: Wer trägt die Kosten des Stromnetzes zu welchen Anteilen? Ist das gerecht? Wie könnten die Stromnetzentgelte ggf. gerechter und transparenter gestaltet werden? Wie beeinflussen Stromnetzentgelte das Verhalten von Verbraucher:innen – heute und in Zukunft? Wie müssen Stromnetzentgelte ausgestaltet sein, damit Netzbetreiber verstärkt innovative Lösungen einsetzen können?

Grafik zur Regulierung von Netzentgelten.

.

Die Herausforderung: Grundsatzfragen, die eine Regulierung der Netzentgelte beantworten muss.

Mehr als 30 relevante Akteur:innen aus Wirtschaft, Behörden, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nahmen an dem Workshop teil, um diese Fragen gemeinsam zu diskutieren. Die Reformbedürftigkeit von Netzentgelten wurde von den meisten Teilnehmenden ausdrücklich bejaht. Die Stromnetzentgelte sollten gerechter ausgestaltet sein und mehr Innovationen für ein Energiesystem, das zu 100% auf erneuerbaren Energien beruht, anreizen. Die aktuelle Debatte wird als eine fachlich geschlossene wahrgenommen, die – im Gegensatz etwa zur EEG-Umlage – wenig öffentlich diskutiert wird bzw. aufgrund fehlenden Wissens wenig diskutiert werden kann. Viele der Teilnehmenden fanden es daher wichtig, dass sich Germanwatch dem Thema als Nichtregierungsorganisation angenommen hat. Ein öffentlicher Dialog zu einer Netzentgeltreform wurde grundsätzlich begrüßt und auch der Wunsch geäußert, hier gemeinsam am Thema weiterzuarbeiten. Im Laufe des Workshops wurde eine Reihe an Maßnahmen diskutiert, um die Netzentgelte gerechter auszugestalten.

Bei Interesse an den Ergebnissen des Workshops können sie sich gerne an David Frank (david.frank@germanwatch.org) wenden.

Ansprechpartner:innen

Echter Name

Teamleiterin Deutsche und Europäische Klimapolitik
+49 (0)30 / 57 71 328-83

Echter Name

Referent für Stromnetze und
Klimapolitik
+49 (0)30 / 57 71 328-61

Echter Name

Referent für Energiewendeforschung und Digitale Transformation
+49 (0)30 / 57 71 328-72

Echter Name

Referentin für Stromnetze und Erneuerbare Energien
+49 (0)228 / 60 492-0
Referentin - Forschung zur Transformation des Energiesystems
+49 (0)30 / 57 71 328-25