Liebe Kolleg:innen,
das China Competence Training Center der Humboldt-Universität zu Berlin und Germanwatch laden Sie herzlich zu einem Fachgespräch ein:
Klima, Handel und CO2-Bepreisung: CBAM und Chinas ETS
Klima- und Handelspolitik sind zunehmend miteinander verflochten. Auf der letzten UN-Klimakonferenz (COP30) in Brasilien waren die CO2-Bepreisung und unilaterale Handelsmaßnahmen zentrale Themen der Verhandlungen, die zukünftig unter eigenen Agendapunkten diskutiert werden sollen. Im Mittelpunkt dieser Debatten steht der CBAM, der CO2-Grenzausgleichsmechanismus der EU.
Begleitet von kritischen Reaktionen innerhalb und außerhalb Europas ist CBAM nach einer zweijährigen Übergangsphase am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten. Er zielt auf den Ausgleich der unterschiedlichen CO2-Bepreisung zwischen EU-Produkten und Importen ab. In der Debatte spielen Bedenken hinsichtlich des Fehlens weltweit akzeptierter, transparenter und gerechter Standards für die Messung eingebetteter Emissionen eine wichtige Rolle. China spielt sowohl in den Pro- und Kontra-Debatten innerhalb der EU zum CBAM als auch in den internationalen Diskussionen zum CBAM eine Schlüsselrolle. Die chinesische Regierung hat – auch in Reaktion auf CBAM – die Umsetzung und Entwicklung des nationalen Emissionshandelssystems (ETS) beschleunigt.
Das zweistündige Fachgespräch bietet einen aktuellen Überblick über die Umsetzung des CBAM, identifiziert regulatorische Lücken und diskutiert aktuelle Vorschläge. Dazu zählen die Einbeziehung von bis zu 180 stahl- und aluminiumintensiven nachgelagerten Produkten oder die Einrichtung eines Fonds zur Unterstützung von Sektoren, in denen Emissionsminderungen nur schwierig zu realisieren sind. Die Beiträge analysieren die Reaktion Chinas, die von offizieller Kritik am CBAM als „grünem Protektionismus” hin zu die Relevanz des Mechanismus annerkenden Debatten reicht. Da eben diese Debatten zunehmend mit der Entwicklungen Chinas eigener CO2-Bepreisung zusammenfallen, bietet das Fachgespräch einen aktuellen Überblick über die sektorale Ausweitung des nationalen ETS Chinas und die Pläne zur Festlegung von Obergrenzen. Die Veranstaltung schließt mit Implikationen für die internationale Zusammenarbeit, die Kompatibilität zwischen den CO2-Märkten und die künftige Steuerung von Klima und Handel.
Panel:
- Barbara Pongratz, Germanwatch
- Benjamin Görlach, Agora Energiewende
- Zhibin Chen, adelphi
- Norah Zhang, NewClimate Institute (tbc)
Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltung in englischer Sprache stattfindet und als Hybridveranstaltung konzipiert ist. Neben der Teilnahme in Präsenz besteht auch die Möglichkeit einer virtuellen Zuschaltung unter folgendem Link: Link folgt.
Für Rückfragen und Anmeldung wenden Sie sich bitte an: voss@germanwatch.org.
Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung statt.
Veranstaltungsort
Schumannstr. 8
Kleiner Saal der Heinrich-Böll-Stiftung
10117 Berlin
Deutschland
Veranstalter
Germanwatch e.V.