Im Anschluss an die Einigung der COP29 auf das neue kollektive quantifizierte Ziel (New Collective Quantified Goal, NCQG) und die Baku-to-Belém-Roadmap (BtBR) sehen sich multilaterale Klimafonds wachsenden politischen und finanziellen Erwartungen gegenüber. Der NCQG-Beschluss fordert eine deutliche Aufstockung der Mittel durch die UNFCCC-Klimafonds sowie eine Verdreifachung der jährlichen Auszahlungen bis 2030 gegenüber dem Niveau von 2022. Die Auslegung dieses Mandats bleibt jedoch unter den Vertragsparteien umstritten.
Das Papier liefert eine quantitative Bewertung der Wiederauffüllungsaussichten multilateraler Klimafonds, darunter den Green Climate Fund, die Global Environment Facility, den Adaptation Fund und den Fund for Responding to Loss and Damage. Es kommt zu dem Ergebnis, dass das strikte Verdreifachungsziel bis 2030 erreichbar erscheint, sofern die Beiträge auf dem derzeitigen Niveau fortgeführt werden. Eine deutlich stärkere Rolle dieser Fonds bei der Erreichung des NCQG-Ziels von 300 Milliarden US-Dollar würde jedoch eine erhebliche Finanzierungslücke verursachen, sodass die verfügbaren Mittel bereits vor 2030 erschöpft wären. Das Papier untersucht die bestehende Ressourcenbasis, mögliche Finanzierungsquellen sowie die relevanten Verhandlungsagenden im Vorfeld der COP31.
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Veröffentlichung:Contributing author: Ute Sudmann