Hand Print: Wandel in Bewegung setzen – Dein Handabdruck macht den Unterschied!

Bild Wirkungsebenen Hand Print

 

Hand Print Inhalte 2020

  1. Was ist die Idee hinter dem Handabdruck? >>>

  2. Wie vergrößert Germanwatch seinen Handabdruck? >>>

  3. Wie kannst Du Deinen eigenen Handabdruck vergrößern? >>>


 

Was ist die Idee hinter dem Hand Print?

Wir argumentieren, dass wir nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck verringern, sondern in erster Linie den Handabdruck unseres gesellschaftlichen und politischen Engagements vergrößern müssen. Warum?

Zunehmendes Wissen über die Klimakrise führt häufig nicht zu mehr Klimaschutz-Verhalten. Ein Grund dafür ist die Annahme, alleine und durch individuelle Verhaltensänderungen ohnehin kaum etwas ausrichten zu können. Ein anderer Grund ist, dass sozial und ökologisch verantwortliches Verhalten in unserer Gesellschaft fast immer die aufwändigere, teurere oder weniger naheliegende Option ist. Strukturelle Rahmenbedingungen erschweren es, sich klimafreundlich zu verhalten.

Mit dem Hand Print ermutigt Germanwatch deswegen Menschen dazu, relevante gesellschaftliche und politische Veränderungen aktiv mitzugestalten und Nachhaltigkeit in der Schule, am Arbeitsplatz, im Verein, in der Stadt, Kommune oder auf landes- und bundespolitischer Ebene strukturell zu verankern.

Außerdem setzt Germanwatch sich auf Bundes- und EU-Ebene sowie international selbst strategisch für eine konsequente Umsetzung der Pariser Klimaziele ein und hinterlässt einen großen Handabdruck für globale Gerechtigkeit und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.


 

Wie vergrößert Germanwatch seinen Handabdruck?

Beispiel 1: Klimaklagen - Saúl Luciano Lliuya klagt gegen RWE: Der Andenstadt Huaraz (Peru) droht eine Flutkatastrophe. Ursache ist die klimawandelbedingte Gletscherschmelze. Germanwatch unterstützt die Menschen, die dort ihr Recht auf Schutz von den Verursachern (z.B. RWE) einfordern und zielt auf eine erste gerichtliche Bestätigung, dass die großen Emittenten auch für den Schutz derer, die die Risiken der Klimakrise tragen, geradestehen müssen. Ein solches Urteil würde den Druck für einen verantwortungsvollen Umgang mit klimabedingten Schäden und Verlusten stark befördern. Insgesamt würde der Druck auf die fossile Industrie wachsen, zu neuen, klimafreundlichen Geschäftsmodellen zu kommen. Mehr zu diesem Thema >>>

 

Beispiel 2: Dekarbonisierung des Verkehrs in Deutschland: Um vor dem Jahr 2050 klimaneutral zu werden, muss Deutschland dringend die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor senken – der einzige Sektor mit immer noch steigenden Emissionen. Die Verlagerung des Personenverkehrs auf die Schiene ist ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung des deutschen Verkehrssystems. Zusammen mit anderen Organisationen setzt Germanwatch sich daher für konkrete Politikoptionen zur Verlagerung der Verkehrs auf die Schiene ein. Mehr zu diesem Thema >>>

 

Beispiel 3: Klimaschutz durch nachhaltigere Landwirtschaft: Agrarministerinnen und -minister müssen nach Ansicht von Germanwatch unverzüglich einen glaubwürdigen Plan entwickeln, wie tatsächlich klima- und artenfreundliche Betriebe besser gefördert werden als bisher. Germanwatch setzt sich für eine nachhaltige Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) mit wirksamen Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe von Subventionen und Klimaschutzmaßnahmen wie Humusaufbau oder die Verringerung der Tierzahlen ein. Mehr zu diesem Thema >>>
 

 

Wie kannst Du Deinen eigenen Handabdruck vergrößern?

Du möchtest noch mehr tun, als Deinen eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten? Dein Engagement entfaltet große Wirkung, wenn Du nachhaltiges Verhalten für noch mehr Menschen einfacher, preiswerter oder zum Standard machst. Dafür kannst Du bei den Rahmenbedingungen in Deiner Umgebung (z.B. Schule, Arbeitsplatz, Verein oder Wohnviertel) Veränderungen anregen und Dich politisch sogar bis auf die Bundes- oder EU-Ebene engagieren. So reduzierst Du nicht nur Deinen eigenen Fußabdruck, sondern auch den von anderen Menschen. Damit hinterlässt du positive Spuren und vergrößerst den Handabdruck Deines Engagements.

Wo fängst Du an?

In einem digitalen Ideen-Kombinator, dem Handel-O-Mat, hat Germanwatch Ideen zusammengetragen, die das Ziel haben, nachhaltiges und sozial verantwortliches Verhalten zum Standard zu machen und so einen bleibenden Handabdruck zu hinterlassen. In einer „Good-News“-Litfaßsäule lassen sich einzelne Satzteile kombinieren und Ideen für eigenes Engagement für eine sozial und ökologisch gerechte Gesellschaft entdecken und auf der Suche nach Verbündeten in den sozialen Medien teilen.

Wie gehst du vor?

Wo setze ich an, um meinen persönlichen Handabdruck zu vergrößern? Wie und mit wem kann ich größere gesellschaftliche Veränderungen anstoßen, die mehr Menschen nachhaltiges Verhalten erleichtern? Unser Entscheidungspfad soll helfen, über die Verringerung des eigenen ökologischen Fußabdrucks hinauszudenken und neue strukturelle Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

Germanwatch unterstützt Multiplikator*innen und Aktive mit verschiedenen Hand Print-Angeboten dabei, Kompetenzen und Werkzeuge des Wandels zu vermitteln und anzuwenden.

Aktuelle Meldungen und Materialien rund um den Hand Print

Alle dynamischen NT inkl. archiviert
Pressemitteilung
26.07.2021
Pressemitteilung
Emissionen stark gestiegen: Der 29. Juli ist der Tag, an dem alle nachhaltig nutzbaren Ressourcen für das gesamte Jahr verbraucht sind. Das Datum ist nach einem Jahr etwas weniger massiver Übernutzung wieder fast vier Wochen nach vorn gerückt.

Der diesjährige Erdüberlastungstag fällt auf den kommenden Donnerstag (29. Juli). Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viele Ressourcen von der Erde beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte sich der Erdüberlastungstag im vergangenen Jahr um knapp vier Wochen nach hinten verschoben – die Übernutzung der Erde war also etwas zurückgegangen. In diesem Jahr sind jedoch die nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde wieder fast so früh verbraucht wie 2019, wie das Global Footprint Network errechnet hat.

Blogpost
25.07.2021
Blogpost

Maike Sippel ist Professorin für Nachhaltige Ökonomie an der Hochschule Konstanz HTWG. Ihr Workshop-Konzept der #climatechallenge soll über die Auseinandersetzung mit dem eigenen ökologischen Fußabdruck zum Handeln motivieren. In ihrem Gastbeitrag berichtet sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Hand Print.

Weitblick
12.05.2021
Weitblick

"Im Kampf für eine (klima-)gerechte Welt ist es elementar, die Hoffnung nicht zu verlieren – besonders für Jugendliche, die gemeinsam mit künftigen Generation die zerstörerischen Folgen der Klimakrise am härtesten spüren werden. Viele junge Menschen wollen daher nicht weiter auf das längst überfällige Handeln der Entscheidungsträger:innen in Politik und Wirtschaft warten. Also bleibt: selbst aktiv werden. Sei es freitags bei Fridays for Future-Demos, auf den Straßen mit Extinction Rebellion, bei Protesten im Hambacher Wald für den Kohleausstieg oder im Dannenröder Wald gegen den Neubau einer Autobahn. Jugendliche tragen den Protest und werden damit von Hoffnungssuchenden zu Hoffnungsspender:innen."

Meldung
12.05.2021
Handabdruck Test Screenshot
Sie wollen Nachhaltigkeit zum neuen Standard machen? Machen Sie den Test und finden Sie heraus, wie Sie Ihren eigenen Handabdruck vergrößern können.

Zusammen mit Brot für die Welt haben wir einen Test entwickelt, der Interessierten und Engagierten hilft, herauszufinden, wie sie ihren Handabdruck für eine sozial und ökologisch gerechte Gesellschaft vergrößern können.

Publikation
31.03.2021
Titelseite des Papiers
Mit Bildung und transformativem Engagement gesellschaftliche Strukturen verändern

In diesem Hintergrundpapier zu transformativer Bildung und transformativem Engagement bringen wir Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der praktischen Bildungsarbeit und unsere Erfahrungen als politische Umwelt- und Entwicklungsorganisation zusammen. Dabei wollen wir Antworten auf folgende Fragen geben: Wie kann Bildung zum notwendigen sozial-ökologischen Wandel in unserer Gesellschaft beitragen? Wann entfaltet Bildung eine „transformative“ Wirkung – sowohl auf individueller, als auch auf gesellschaftlicher Ebene? Wie kann Bildung Menschen dazu befähigen und bestärken, Veränderungen selbst wirksam zu gestalten?

Echter Name

Referentin - Bildung für nachhaltige Entwicklung
+49 (0)228 / 60 492-60

Echter Name

Referent - Bildung für nachhaltige Entwicklung
+49 (0)228 / 60 492-36

Echter Name

Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, NRW-Fachpromotor für Klima & Entwicklung
+49 (0)228 / 60 492-26

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Handel-O-Mat-digital

Hintergrund

Logo Hand Print quer

Der Hand Print wurde ursprünglich von der indischen Organisation CEE als offenes Konzept positiven Handelns ins Leben gerufen. Germanwatch hat den Ansatz weiterentwickelt und legt den Schwerpunkt dabei auf transformative, politische und in reale Strukturen hineinwirkende Formen des Engagements.

Was kann ich tun, um meinen Handabdruck zu vergrößern?

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Der Germanwatch-'Hand Print' ist Preisträger ZeitzeicheN 2019

Logo Preisträger ZeitzeicheN 2019

Weitere Materialien für Multiplikator*innen, Interessierte und Aktive, z.B.:

Ein Werkzeug für mehr Nachhaltigkeit: Das Hand Print-Tool


Wandel mit Hand und Fuß: Die Hand Print Broschüre mit Grundlagen zum Konzept


Weitblick-Zeitung zum Thema „Was kann ich tun": Transformative Bildung für nachhaltige Entwicklung


Aktuell ist das Team Bildung für nachhaltige Entwicklung fleißig am entwickeln & schreiben und wird in einigen Monaten folgende weitere Materialien rund um den Hand Print veröffentlichen:

- Ein Aktionshandbuch für Engagierte mit strategischen Tipps, Tricks und Hilfestellungen für ein strukturveränderndes Engagement

- Einen Do-It-Guide, der das Hand Print-Konzept auf das Handlungsfeld der Ressourcenwende anwendet und entsprechende Ideen für Engagement, Tipps und Mut machende Beispiele zusammenfasst

- Ein wissenschaftsbasiertes Hintergrundpapier zu Transformativer Bildung & transformativem Engagement

- Eine umfassende Methodensammlung für die Arbeit zum Hand Print in Gruppen

Und noch mehr – lasst euch überraschen :-)


Kontakt: handprint@germanwatch.org