Blogpost | 25.03.2015

Der Fall Huaraz: ein Betroffener nimmt sein Schicksal selbst in die Hand – Kooperation im Klimaschutz ist möglich

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Blog-Beitrag von Klaus Milke über seinen Besuch bei Saúl Luciano Lliuya in Peru, März 2015

Ich bin froh ihn kennengelernt zu haben. Und ich bin sehr von dem Peruaner Saúl Luciano Lliuya beeindruckt. Von seiner Ruhe, seiner Nachdenklichkeit, seinem Durchblick und seiner Entschiedenheit und Klarheit.

Mit meiner Familie habe ich ihn in den Hochanden der Cordillera Blanca besucht, dort hatten wir sehr intensive Begegnungen. Und wir machten eine lange, beschwerliche Wanderung zu dem Gletschersee Palcacocha auf 4.800 Meter Höhe. Von dort geht eine große Gefahr durch die klimabedingte Gletscherschmelze für die Menschen in der unterhalb gelegenen Stadt Huaraz aus. Mit Saúl, diesem weitblickenden Andenbauern und Bergführer sind wir als Germanwatch ja nun schon einige Zeit in Kontakt. Gerade hat er ein Anforderungsschreiben an RWE geschickt, um sich gegen eine mögliche Wasserflut aus dem übergehenden Gletschersee schützen zu können. Und er schließt eine zivilrechtliche Klage gegen RWE nicht aus.

Es war sehr schön, ihn und seine Familie jetzt zu treffen, die lokalen Bedingungen besser zu verstehen und die wirksamsten Schritte zum Schutz gegen eine Katastrophe mit ihm und örtlichen Instanzen zu erörtern.

Wie erschütternd, dass zur Zeit unseres Besuches Lima von einem schrecklichen Extremwetter- und Hochwasserunglück heimgesucht wurde.


Meine Eindrücke des Besuchs in Peru:

Der Gletschersee Palcacocha in den peruanischen Anden

Unsere Besuchsgruppe mit den peruanischen Bergführern

Im Gespräch mit Saúl Luciano Lliuya


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