Pressemitteilung | 16.02.2016

Die eigentliche Herausforderung steht jetzt bevor

Germanwatch-Fachkonferenz Fast Forward: Internationale Experten diskutieren, wie aus dem Pariser Klimaabkommen und den Globalen Nachhaltigkeitszielen konkrete Politik wird
Pressemitteilung

Bonn (16. Feb. 2016). Mit wegweisenden Entscheidungen zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung hat die internationale Staatengemeinschaft 2015 eine neue Richtung eingeschlagen. Doch die eigentliche Herausforderung steht mit der Umsetzung der Beschlüsse aus New York (Globale Ziele für Nachhaltige Entwicklung, SDGs) und Paris (Weltklimaabkommen) noch bevor. Mit einem positiven Rückblick und einem visionären Blick in die Zukunft hat heute Vormittag die internationale Germanwatch-Fachkonferenz "Fast Forward" in Bonn begonnen.

Rund 150 Interessierte - darunter zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland - waren der Einladung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, die heute zudem ihren 25. Geburtstag feiert, gefolgt. "Paris hat das Potenzial, ein Wendepunkt zu sein", sagte Alexander Ochs, Senior Director of Climate and Energy am Worldwatch Institute. Aber jetzt komme es darauf an, was aus den Beschlüssen gemacht werde. Er zeigte in seinem kurzen Eingangsvortrag auf, wie Erneuerbare Energien zuletzt immer wettbewerbsfähiger geworden sind und hegte keinen Zweifel daran, dass sie die fossilen Energien komplett verdrängen können. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, betonte den Handlungsdruck: "Wir können die erste Generation sein, die extreme Armut beseitigt. Und wir sind die letzte, die einen gefährlichen Klimawandel verhindern kann." Die großen Chancen der in New York beschlossenen Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung betonte Adolf Kloke-Lesch, Direktor des Sustainable Development Solutions Network Germany: Es gehe nicht allein um arme Menschen in fernen Ländern - es gehe um alle Menschen weltweit und um uns im "Entwicklungsland Deutschland".

Die Workshops am Vormittag befassten sich unter anderem mit der Frage, was nach Paris auf Ebene der G20-Staaten im Klimaschutz passieren muss. Zudem wurde diskutiert, was die Globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) für Deutschland bedeuten. Am Nachmittag geht es mit drei Workshops und einer Abschluss-Diskussionsrunde weiter. Sie können diese bei Twitter und zum Teil per Livestream (Links s.u.) verfolgen. Unter anderem geht es um einen notwendigen Kohle-Konsens in Deutschland. Denn um die eigenen Klimaziele zu erreichen, muss Deutschland in den kommenden 20 Jahren aus der Kohleverstromung aussteigen. Wie kann ein solcher Strukturwandel in Deutschland und speziell im Braunkohle-Revier am Niederrhein sozialverträglich gelingen? Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung von Prozessen der Klimaanpassung und des Umgangs mit klimabedingten Schäden und Verlusten.

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