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KlimaKompakt Nr. 43 / September 2006

Seit wenigen Tagen bin ich aus Indien zurück, wo ich im Himalaya eine der hässlichen Fratzen des Klimawandels zu sehen bekam. Die gesamte Hochkultur Laddakhs mit ihren gutmütigen Menschen und Klöstern auf mehr als 3500 m Höhe scheint gefährdet. Sie beruht fast ausschließlich auf durch Gletscherwasser gespeiste Oasen in der Steinwüste des Himalayas. Da es kaum regnet, wächst außerhalb der Oasen sogut wie nichts. Doch die wasserspendenden Gletscher schrumpfen Jahr für Jahr - mit zunehmender Geschwindigkeit. In Kashmir füllen sie jetzt schon einen Monat früher als üblich die Flüsse. Bei ungebremstem Klimawandel sind die Gletscher in wenigen Jahrzehnten  verschwunden. 

In den Tälern Nordindiens hängt die Landwirtschaft für mehrere hundert Millionen (!) Menschen in der Trockenzeit aber stark vom Gletscherwasser ab.  

Ich versprach betroffenen Menschen, folgende Frage an die deutsche Bundeskanzlerin weiterzugeben, die Ende August in Grevenbroich-Neurath den Grundstein für das von RWE gebaute größte Braunkohlekraftwerk der Welt legte: Werden Sie sich an den Kosten für die Umsiedlung der betroffenen Menschen beteiligen oder gar einige Millionen nach Deutschland aufnehmen? 

Christoph Bals

Redaktion: Sven Harmeling (V.i.S.d.P.), Johanna Below, Dr. Manfred Treber, Christoph Bals, Dr. Gerold Kier
 

Gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
 

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Editorial

Seit wenigen Tagen bin ich aus Indien zurück, wo ich im Himalaya eine der hässlichen Fratzen des Klimawandels zu sehen bekam. Die gesamte Hochkultur Laddakhs mit ihren gutmütigen Menschen und Klöstern auf mehr als 3500 m…