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KlimaKompakt Nr. 37 / Oktober 2004

Allen Zweiflern zum Trotz will Russland in den nächsten Wochen das Kioto-Protokoll ratifizieren. 90 Tage später wird das Abkommen für die mehr als 120 Staaten völkerrechtlich verbindlich, die es ratifiziert haben. Nach der Klima-Rahmenkonvention ist damit der zweite Grundstock der internationalen Klimaarchitektur gelegt. Der Bau des Daches, das die Emissionen weltweit im notwendigen Maße deckelt, muss nun zügig in Angriff genommen werden. 

Die "Auferstehung" des Kyoto-Protokolls ist auch Ausdruck eines weltweit sich abzeichnenden Stimmungsumbruchs. Steigende Ölpreise einerseits und immer mehr Wetterkatastrophen bringen die Politik ins Grübeln - auch in der EU: Schon die letzten Wahlen in Deutschland (Flutkatastrophe) und in Frankreich (Hitzetote im Saharasommer 2003) wurden durch fehlende bzw. vorhandene klimapolitische Expertise mitentschieden. 56 % der Deutschen, 9 % mehr als vor zwei Jahren, wollen jetzt eine klimapolitische Vorreiterrolle Deutschlands. 53 % fühlen sich persönlich vom Klimawandel persönlich bedroht. Es ist schwer geworden, ohne klimapolitisches Profil Wahlen zu gewinnen.

Christoph Bals

Impressum

Redaktion Germanwatch e.V. 
K. Albrecht, C. Bals, G. Kier, K. Milke, Dr. M. Treber (V.i.S.d.P.)

Dieses Projekt wird finanziell vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt gefördert.
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Editorial

Allen Zweiflern zum Trotz will Russland in den nächsten Wochen das Kioto-Protokoll ratifizieren. 90 Tage später wird das Abkommen für die mehr als 120 Staaten völkerrechtlich verbindlich, die es ratifiziert haben. Nach der Klima-Rahmenkonvention ist damit…