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KlimaKompakt Nr. 15 / November 2001

Wieso basiert Wirtschaftsminister Müller seine Horror-Aussagen zum 40-Prozent-CO2-Reduktionsziel für 2020 auf einer überholten PROGNOS-Energieprognose von 1999? Da diese die seit 1998 verabschiedeten Klimaschutzmaßnahmen nicht berücksichtigt,  musste sie folgern, das 2020-Reduktionsziel sei nicht zu erreichen. 

Dabei hat inzwischen dasselbe PROGNOS-Institut längst eine neue Studie vorgelegt. Eine 40%-Minderung der CO2-Emissionen bis 2020 sei machbar und schaffe 200 000 Arbeitsplätze - bei gleichzeitigem Atomenergieausstieg. Alleine im Bereich der Erneuerbaren Energien arbeiten inzwischen mehr Beschäftigte als in der Atom- oder Kohleindustrie. 

Ein Beispiel für von der Wirklichkeit widerlegte Trends: Den Großteil der Klimaschutzkosten vermutet Müller im Verkehrsbereich. Anders als vor 2 Jahren angenommen, ist seit 1999 der Spritabsatz nicht stark gestiegen, sondern um 5 % gesunken. Und: Die sich aus dem EU-Emissionshandel ergebenden Kostenreduktionen werden negiert.

Christoph Bals 

Impressum

Redaktion Germanwatch e.V. 
C. Bals, B. Horstmann, G. Kier, K. Milke, Dr. M. Treber (V.i.S.d.P.)

Dieses Projekt wird finanziell vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt gefördert.
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Wieso basiert Wirtschaftsminister Müller seine Horror-Aussagen zum 40-Prozent-CO2-Reduktionsziel für 2020 auf einer überholten PROGNOS-Energieprognose von 1999? Da diese die seit 1998 verabschiedeten Klimaschutzmaßnahmen nicht berücksichtigt,  musste sie folgern, das 2020-Reduktionsziel sei nicht zu erreichen.  Dabei hat…