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„Multilateralismus vor größter Bewährungsprobe seit 1945“

Germanwatch fordert nach Rückzug der Trump-Regierung aus 66 Organisationen Führungsrolle der EU und der Bundesregierung beim Aufbau neuer Allianzen

Berlin/Bonn (8. Jan. 2026). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht in der Ankündigung von US-Präsident Trump zum Rückzug aus 66 Organisationen und unter anderem allen relevanten Abkommen zu Umwelt- und Klimaschutz einen der größten Einschnitte für den Multilateralismus seit 1945. „Der Multilateralismus steht nun vor seiner größten Bewährungsprobe seit dem 2. Weltkrieg“, konstatiert Christoph Bals, Politik-Vorstand von Germanwatch. „Trump schadet vor allem seinem eigenen Land, aber natürlich auch massiv der gesamten Welt. Nun ist es an der EU und an Deutschland, gemeinsam mit Staaten und Staatengruppen insbesondere aus dem Globalen Süden starke Allianzen aufzubauen, um uns nicht um die gemeinsame Zukunft bringen zu lassen. Dass Erneuerbare Energien und die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie heute meist wettbewerbsfähiger sind als fossile Energien, ist durch einen erfolgreichen gemeinsamen Kraftakt gelungen. Die globale Energiewende ist so stark, dass sie sich durch die Allianz von Trump mit anderen fossil dominierten Staaten wie Russland oder Saudi-Arabien nicht aufhalten lässt, wohl aber bremsen. Viele US-Bundesstaaten und Städte erkennen dies als großen Fehler und machen bei diesem Feldzug gegen die Energiewende nicht mit."

Bals sieht insbesondere Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt in der Pflicht: "Wir erwarten von der Bundesregierung, dass Deutschland eine Führungsrolle übernimmt. Es geht darum, sich möglichst schnell von Öl und Gas zu verabschieden, um nicht weiter von den USA und Russland erpressbar zu sein. Es geht darum, Allianzen mit möglichst vielen der fast 200 in der UN-Klimarahmenkonvention verbleibenden Staaten zu schließen, um gemeinsam die gigantischen Risiken der Klimakrise einzudämmen und die neue Energiewelt aufzubauen. Die Lücken, die die Trump-Regierung reißt, können nur gemeinsam gestopft werden.“