Europa braucht eine resiliente und klimaneutrale Industrie - unabhängig(er) von geopolitischen Spannungen und fossilen Energieträgern. Die Europäische Kommission will den Industrieanteil bis 2035 auf 20 % der Gesamtwertschöpfung steigern. Dieser Anstieg muss konsequent mit Dekarbonisierung einhergehen. Denn nur so bleibt die europäische Industrie langfristig wettbewerbsfähig in einer klimaneutralen Welt und resilient gegenüber fossilen Preisschocks.
Der geplante Industrial Accelerator Act muss diesen integrierten Weg unterstützen - der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission reicht dafür aber nicht aus. Investitionen in emissionsarme Grundstoffe setzen voraus, dass Unternehmen auf eine verlässliche, stetig steigende staatliche Nachfrage setzen können. Ein klares CO2-Preissignal und ein transparentes Stahllabel sind Grundvoraussetzungen, um grüne Leitmärkte zu schaffen.
Germanwatch formuliert in diesem Diskussionspapier vier konkrete Forderungen an die Bundesregierung, um Europas Industrie resilient und wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen.