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Complementary, Cooperative, or Competitive?

The EU’s and China’s Engagement in Global Net-Zero Emissions Development

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Ein Jahrzehnt nach dem Pariser Klimaabkommen haben sich die geopolitischen Konstellationen im internationalen Klimaschutz grundlegend verändert: Während China heute die globalen Märkte für grüne Technologien anführt, haben sich die USA unter Trump vom multilateralen Klimaschutz abgewendet. Zugleich löste der US-Angriff auf den Iran eine Energiekrise aus, die paradoxerweise den Ausbau erneuerbarer Energien zusätzlich beschleunigen könnte. Zwischen ihrer Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus den USA und ihrer technologischen Abhängigkeit gegenüber China steht die EU damit an einem strategischen Wendepunkt. 

Das Policy Paper analysiert das Zusammenwirken der EU und China im Globalen Süden auf dem Weg zur Klimaneutralität und die Konsequenzen, die sich daraus für die europäische Strategie ergeben. Fallstudien aus Kenia, Südafrika, den Philippinen, Namibia, Marokko und der Demokratischen Republik Kongo zeigen deutlich: Entscheidend ist nicht die Frage, ob die EU mit China in Beziehung tritt, sondern wie – konkurrierend, komplementär oder kooperativ, je nach Kontext. Statt zu versuchen, den Industriekapazitäten Chinas nacheifern, sollte Europa die eigenen Stärken – Entwicklungsfinanzierung, Governance-Expertise und Regulierungsmacht –strategisch konsequenter als bisher einsetzen.


Die Studie wurde im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt.

Publikationsdaten

Veröffentlichung:
Autor:innen:
Martin Voss, Maya Kielhorn
Seitenanzahl:
53
Publikationstyp:
Policy Paper
Permalink: https://www.germanwatch.org/de/node/93502