Bei grenzüberschreitenden Bahnreisen verzweifeln Reisende häufig an einem Flickenteppich von Buchungsplattformen und unklaren Fahrgastrechten. Fast zwei von drei Fernreisenden haben schon einmal den grenzüberschreitenden Zug nicht genutzt, weil ihnen die Buchung zu aufwändig war und auf 40 Prozent der meistbeflogenen grenzüberschreitenden Routen laufen Reisende Gefahr ohne garantierte Fahrgastrechte dazustehen. Die Europäische Kommission möchte das mit ihrem Passagierpaket verändern. Ein breit aufgestelltes Bündnis von acht Verbänden, vier Unternehmen, darunter die DAX-Unternehmen SAP und Merck, und einer Hochschule fordert in einem offenen Brief von der Bundesregierung das Passagierpaket der Europäischen Kommission in den europäischen Verhandlungen zu unterstützen.
Das Bündnis mahnt an, eine Lücke im Kommissionsvorschlag zu schließen und fordert, dass die für Reisende gewohnten Plattformen, Bahnverbindungen auf den am stärksten nachgefragten Routen, in einem Fahrschein mit gesicherten Fahrgastrechten anbieten müssen.
Wie das Passagierpaket Bahnbuchungen vereinfachen und Fahrgastrechte stärken will und wer den Brief an den neuen Verkehrsminister unterzeichnet hat, lesen Sie in unserem Brief.
Eine genauere Analyse des Passagierpakets, seiner Stärken und Lücken und warum es auch für innerdeutsche Bahnreisen wichtig ist, lesen Sie in unserem Policy Brief zum Passagierpaket.
Bahnfrust?
Germanwatch arbeitet für eine Stärkung der nahezu klimaneutralen Eisenbahn in Deutschland und Europa. Besser gesteuerte Investitionen ins Schienennetz, zuverlässige und mehr grenzüberschreitende Züge, zuverlässige Fahrgastrechte und klare Behördenverantwortung.
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