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Pressemitteilung |

Generationswechsel an der Spitze von Germanwatch: Zukunftsfest auch in die nächste Phase

Mit neuer kompetenter Führungsspitze in entscheidenden Zeiten: Jennifer Tollmann und Lutz Weischer neu im Geschäftsführenden Vorstand der Umwelt- und Entwicklungsorganisation - Christoph Bals scheidet zum Jahresende aus

Bonn/Berlin (5. Okt. 2026). Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch steht vor einem Generationswechsel: Heute (5. Okt.) treten Jennifer Tollmann und Lutz Weischer bei Germanwatch ihre neuen Aufgaben als Geschäftsführender Vorstand Politik an. Christoph Bals wird dieses Amt zum Jahreswechsel aufgeben. Das geschäftsführende Vorstandsteam, dem zudem weiterhin Gerold Kier (Administration) angehört, wird damit nicht nur größer, jünger und weiblicher. Es läutet auch eine Phase bei Germanwatch ein, die Bewährtes weiterführt und zugleich neue Impulse verheißt.

„Mit dem neuen Vorstandsteam gewinnt Germanwatch zwei ausgezeichnete strategische Köpfe für den Vorstand. In einer für die Zivilgesellschaft und unsere Themen schwierigen, aber auch entscheidenden Zeit, übergeben wir die Führungsverantwortung mit großer Begeisterung und Zutrauen an die nächste Generation. Wir sind überzeugt, mit Jennifer Tollmann und Lutz Weischer unsere Mission auch künftig wirksam umsetzen zu können“, betont Silvie Kreibiehl, Vorsitzende des Präsidiums von Germanwatch.

Christoph Bals hat Germanwatch wie kein anderer geprägt, war seit dem Gründungsjahr 1991 Teil der Organisation und dabei über 25 Jahre in leitender Position. Er hatte bereits vor fast drei Jahren einen Prozess zur Übergabe der Verantwortung in jüngere Hände begonnen. Dieser geht nun zu Ende. Silvie Kreibiehl: „Germanwatch vollzieht die Übergabe des Staffelstabs an die nächste Generation, die nun Neues entstehen lassen und auf Bewährtem aufbauen kann – basierend auf langjähriger Erfahrung in der Organisation auf der einen Seite und einem Rollenwechsel auf der anderen. Zugleich freuen wir uns sehr, dass uns Christoph Bals, mit dem Germanwatch über Jahrzehnte so viele relevante Akzente setzen konnte, durch seinen Wechsel zur uns nahestehenden Stiftung Zukunftsfähigkeit eng verbunden bleibt.“

„Kontinuität und frische Impulse von außen“

Jennifer Tollmann kommt neu zu Germanwatch. Seit über einem Jahrzehnt gestaltet sie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene Politik, um Zusammenarbeit gegen die Klimakrise voranzubringen. Im Auswärtigen Amt hat sie die deutsche und europäische Klimaaußenpolitik maßgeblich mit aufgebaut und weiterentwickelt: Sie koordinierte ressortübergreifende Strategien sowie diplomatische Kampagnen. Dabei arbeitete sie auf höchster Ebene mit europäischen Partnern, Schwellenländern und besonders verletzlichen Staaten zusammen - etwa im Vorfeld der Weltklimakonferenz 2023 für eine globale Energiewende-Zielsetzung. Sei es als Beraterin der Sonderbeauftragten für internationale Klimapolitik oder bei der Denkfabrik E3G, stets trieb sie den Aufbau von Allianzen zwischen Regierung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Stiftungen voran. 

Tollmanns Co-Vorstand Lutz Weischer arbeitet bereits seit knapp 13 Jahren in leitenden Positionen bei Germanwatch, zuletzt als Politische Leitung des Berliner Büros. Von 2013 bis 2019 hat er den Bereich Internationale Klimapolitik geleitet, unter anderem während der erfolgreichen Verhandlungen zum Pariser Klimaabkommen. Seit 2020 leitete er das Berliner Büro und hat dadurch die bundespolitische Arbeit der Organisation mitgeprägt, unter anderem zum Lieferkettengesetz und zum Klimaschutzgesetz. Er hat Germanwatch immer wieder neue Arbeitsfelder erschlossen, unter anderem zu den Multilateralen Entwicklungsbanken, zu internationalen Partnerschaften und zu China.

Silvie Kreibiehl: „Das neue Tandem gewährleistet Kontinuität in Verbindung mit frischen, kompetenten Impulsen und Perspektiven von außen. Das erlaubt ihm, in enger Zusammenarbeit mit den Bereichsleitungen einen reibungslosen Übergang in die nächste Phase bei Germanwatch zu vollziehen. Wir werden uns auch in Zukunft gegenüber Politik und Wirtschaft wirksam für die Rechte weltweit besonders Verletzlicher und junger Generationen einsetzen. Dabei setzen wir weiterhin auf unsere bewährte wissenschaftsbasierte und lösungsorientierte Arbeit, wollen durchdachte Impulse setzen und neue Perspektiven für die Herausforderungen in unseren Themenfeldern Klima, Entwicklung und Menschenrechte entwickeln.“ 

Globale Perspektive mehr denn je benötigt

Jennifer Tollmann: „Deutsch, europäisch, international: eine Zeit der Umbrüche braucht verlässliche Partner. Zusammen mit dem Team von Germanwatch bauen wir auch in Zukunft die notwendigen, teils unkonventionellen, Koalitionen für Modernisierung und nachhaltige Entwicklung. Denn eine gerechtere und dadurch stabilere Welt ermöglichen wir nur gemeinsam.“

Lutz Weischer ergänzt: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit diesem Vorstand und dem gesamten starken Team von Germanwatch bestens gerüstet in die Zukunft gehen. Mehr denn je wird gerade heute Germanwatch als die Organisation benötigt, die eine globale Perspektive in deutsche und europäische Debatten bringt.“

Christoph Bals: „Seit fast drei Jahren habe ich auf diesen Wechsel hingearbeitet. Ich bin glücklich, dass wir zwei tolle neue Vorstände gefunden haben. Sie machen deutlich, dass sie Bewährtes wirkungsvoll fortsetzen und zugleich wichtige eigene Impulse mit dem Team entwickeln und umsetzen werden. Ich freue mich auf die bevorstehenden gemeinsamen Monate und danach unsere Zusammenarbeit in meiner künftigen führenden Rolle bei der Stiftung Zukunftsfähigkeit.“

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