Das Führungsteam von Germanwatch wird größer, jünger und weiblicher: Jennifer Tollmann und Lutz Weischer sind seit heute Geschäftsführende Vorstände Politik bei Germanwatch. Sie werden die Leitung von Christoph Bals übernehmen, der sein Amt zum Jahresende abgeben wird. Zusammen mit Gerold Kier, Geschäftsführender Vorstand Administration, bilden sie den neuen Geschäftsführenden Vorstand. Germanwatch setzt damit auf einen Zugewinn an strategischer Stärke und stellt die Weichen dafür, auch in Zukunft angesichts neuer globaler Herausforderungen die Mission der Organisation wirksam umsetzen zu können.
Mit Jennifer Tollmann gewinnt Germanwatch eine versierte Strategin in internationaler Zusammenarbeit für das Führungsteam, die sich seit mehr als einem Jahrzehnt auf nationaler, europäischer und globaler Ebene für die Bewältigung der Klimakrise einsetzt. Im Auswärtigen Amt baute sie maßgeblich die deutsche und europäische Klimaaußenpolitik mit auf und koordinierte ressortübergreifende Strategien und diplomatische Kampagnen. Dabei arbeitete sie auf höchster Ebene mit europäischen Partnern, Schwellenländern und besonders verletzlichen Staaten zusammen, etwa zu dem Beschluss eines Fonds zur Bewältigung von klimabedingten Schäden und Verlusten oder dem Beschluss und der Umsetzung globaler Energiewendeziele. Sie bringt sowohl (geo-)politisches Fingerspitzengefühl als auch Erfahrung im Aufbau starker Allianzen zwischen Regierung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Stiftungen mit.
Während Jennifer Tollmann mit frischem strategischen Blick von außen in die Organisation wechselt, kann ihr Co-Vorstand Lutz Weischer auf jahrelange Führungserfahrung bei Germanwatch und eine tiefe Kenntnis aller Schwerpunktthemen der Organisation aufbauen. Von 2013 bis 2019 leitete er den Bereich Internationale Klimapolitik und hat in dieser Rolle unter anderem die Verhandlungen zum Pariser Klimaabkommen begleitet. Seit 2020 prägte er als Leiter des Berliner Büros die bundespolitische Arbeit von Germanwatch. Neben Schwerpunktthemen wie dem Lieferkettengesetz und Klimaschutzgesetz erschloss er der Organisation neue Arbeitsfelder, u.a. im Bereich der Multilateralen Entwicklungsbanken, internationaler Partnerschaften und der Beziehungen zu China.
Der scheidende Geschäftsführende Vorstand Politik Christoph Bals wird den Übergang bis zum Jahreswechsel begleiten und danach seine Zusammenarbeit mit Germanwatch in neuer Rolle bei der Stiftung Zukunftsfähigkeit fortsetzen. Christoph Bals ist Germanwatch seit dem Gründungsjahr 1991 eng verbunden und hat die Organisation wie kaum ein Zweiter mitgeprägt, davon mehr als zwei Jahrzehnte in leitender Verantwortung.
Mit der Übergabe an die nächste Generation exzellenter Köpfe, endet nun ein fast dreijähriger Prozess. Germanwatch baut damit auf Bewährtem auf und lässt zugleich Raum für Neues entstehen.
Foto: Germanwatch e.V. | Larissa Neubauer