Der Europäische Emissionshandel (ETS1) ist eine zentrale Säule der europäischen Klimapolitik. Im Zuge der anstehenden Reform drohen jedoch zusätzliche Zertifikate und Flexibilitäten seine Klimawirkung zu schwächen. Dadurch könnten die Emissionen in den ETS1-Sektoren höher ausfallen und zusätzliche Minderungsanforderungen auf andere Sektoren verlagert werden.
In einem von uns koordinierten gemeinsamen Brief fordern Germanwatch und sieben weitere Umweltverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung daher auf, sich in den europäischen Verhandlungen für einen wirkungsstarken ETS1 einzusetzen.
Dafür braucht es einen Reduktionspfad, der mit dem EU-Klimaziel 2040 vereinbar ist, ein Emissionsbudget, das höhere kumulierte Emissionen verhindert, sowie Regeln für die Marktstabilitätsreserve, die eine wirksame Steuerung der Zertifikatemenge ermöglichen.