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FSJler 2025/2026 Julia, Thea und Levi (l.n.r)

Ein aufregendes Jahr im politischen Leben!

Drei Freiwillige berichten über ihr Jahr bei Germanwatch.
Julia gibt Einblicke in die Kommunikationsarbeit der Organisation, Levi berichtet über seine Zeit in der internationalen Klimapolitik und Thea erzählt über ihre Erfahrungen in der Bildungsarbeit.

Kommunikation & Fundraising mit Julia

In meinem Sozialwissenschaften-Leistungskurs habe ich mich in meinen letzten beiden Schuljahren intensiv mit Politik beschäftigt und eine Leidenschaft für sozial-gesellschaftliche Themen entwickelt. Da mir Nachhaltigkeit und Klimaschutz sehr am Herzen liegen, war für mich schnell klar, dass ich in diesem politischen Bereich praktische Erfahrungen sammeln und etwas bewegen möchte. Durch ein Gespräch mit zwei ehemaligen FSJlerinnen von Germanwatch bin ich auf die Stelle im Bereich „Kommunikation & Fundraising“ aufmerksam geworden und habe mich beworben. Da mich die Arbeit mit Medien begeistert, erschien mir die Stelle passend.

Julia, FSJlerin 25-26

Stellenangebote FSJ

Die aktuell ausgeschriebenen Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr findest du hier.

In meiner Zeit bei Germanwatch habe ich besonders im Umgang mit Webseiten viel gelernt. Drupal zählt zu meinen täglich genutzten Programmen und auch mit Wordpress konnte ich Erfahrungen sammeln. Das hat mich positiv überrascht: wie viel Spaß mir die Arbeit an der Webseite macht. Neue Seiten zu erstellen (oder noch besser: alte Seiten an das neue Design anzupassen) gehörte zu meinen liebsten Aufgaben.

Mit Adobe Programmen kannte ich mich vorher überhaupt nicht aus. Durch mein FSJ beherrsche ich jetzt die Grundlagen in Photoshop, InDesign und Premiere. Für die Grafikerstellung bleibe ich trotzdem lieber bei Canva – sorry, Tobias! :D

Ohne meine beiden Mit-Freiwilligen Thea und Levi wäre die Zeit nur halb so lustig gewesen. Gerade zu Beginn hat der Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Lage sehr gutgetan. Zusätzlich hat mir das KF-Team den Einstieg mit der lockeren und herzlichen Atmosphäre sehr leicht gemacht.

Die sommerlichen Mittagspausen im Hinterhof oder der Krimi-Adventskalender an kalten Wintertagen werden mir definitiv fehlen!

Einen Rat, den ich zukünftigen Freiwilligen mitgeben möchte: Stellt Fragen. Ja, ich weiß, das sagen alle, aber es stimmt nun mal. Auch wenn ihr sie schon einmal gestellt habt – es wird euch noch ein zweites (oder drittes) Mal erklärt. Das gesamte Team ist offen und freundlich, niemand verurteilt euch für Unerfahrenheit. Gerade am Anfang können die ganzen Systeme, Programme und Aufgaben verwirrend sein – lasst euch helfen. Ich habe in meinen ersten Wochen so viele Fragen gestellt, teilweise nur zum E-Mail-Programm. Hinterher seid ihr schlauer und habt noch dazu ein lustiges Bürogespräch im Gepäck.

Wenn ihr lieber inhaltlich arbeiten wollt, sind die folgenden Berichte vielleicht etwas für euch.

Internationale Klimapolitik mit Levi

Die Arbeit als Freiwilliger im Team „Internationale Klimapolitik“ bei Germanwatch umfasst eine ganze Palette an Aufgaben. Ein Großteil davon dreht sich um den Klimaschutz-Index, der jedes Jahr neu auf der Weltklimakonferenz veröffentlicht wird. Darin wird anhand von 14 Indikatoren aus den Bereichen Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, Erneuerbare Energie und Klimapolitik eine Rangliste von Ländern erstellt, die abbildet, wie gut oder schlecht Staaten im Vergleich zueinander Klimaschutz betreiben.

Da das FSJ im August beginnt und die Weltklimakonferenz im Spätherbst stattfindet, sind die ersten Monate des Freiwilligendienstes stark von der Erstellung des Index geprägt. Das bedeutet: Ländertexte verfassen, die Website fit für die neue Edition machen, bei der Datenarbeit unterstützen und Recherchetätigkeiten übernehmen.

Levi, FSJler 25-26

Die Vielfalt an Aufgaben und Einsatzbereichen ermöglicht einen umfassenden Einblick in interne Strukturen und Prozesse. Insbesondere durch die Teilnahme an Strategiesitzungen, deren Protokollierung und die Bearbeitung von Datenanfragen war mir schnell klar, dass ich nicht nur Zuschauer sein würde, sondern aktiv mitarbeiten darf. Zahlreiche Dienstreisen, u. a. an die Nordsee, nach Köln und Berlin halfen mir, auch über Germanwatch hinaus Menschen und Organisationen kennenzulernen, die sich für Klimaschutz einsetzen.

Nach meiner Zeit bei Germanwatch habe ich schon jetzt das Gefühl, sicherer im Umgang mit zunächst überfordernden Inhalten geworden zu sein und einen großen Wissensschatz aufgebaut zu haben – ich kann es nur empfehlen, sich für eine der Freiwilligenstellen zu bewerben. Es lohnt sich, und es macht außerdem auch ziemlich Spaß.

Und wie sieht die Bildungsarbeit von Germanwatch aus, Thea?

Bildungsarbeit mit Thea

Das FSJ im Team „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ bei Germanwatch war für mich etwas ganz Besonderes. Es mir gezeigt hat, wie ich mein Selbstwirksamkeitsgefühl steigern und meine Ohnmacht angesichts politischer Probleme verringern kann.

Als FSJler:in kann man in vielen unterschiedlichen Projekten mitarbeiten. Dadurch sind die Aufgaben sehr vielfältig und der Arbeitsalltag unfassbar abwechslungsreich. Im Laufe des letzten Jahres habe ich Veranstaltungen vorbereitet und durchgeführt, Bildungsmaterialien erstellt und überarbeitet sowie Artikel geschrieben und kommentiert. Gefreut habe ich mich auch über die Gelegenheit, eigene Workshops und Inputs vorbereiten und halten zu können. 

Thea, FSJlerin 25-26

Im Fokus des Jahres lag für mich das Thema Jugendbeteiligung. Ich habe bei der Organisation unterschiedlicher Formate mitgewirkt und konnte oft auch selbst teilnehmen, zum Beispiel bei unserem Jugendbeteiligungsformat #MitmischenNRW im Landtag NRW.

Im Arbeitsalltag habe ich mich mit aktuellen politischen Herausforderungen auf Landes-, nationaler und internationaler Ebene beschäftigt, wie beispielsweise Klimaanpassung und Polarisierung. Im kleinen und sehr herzlichen Bildungsteam werden diese Herausforderungen verbunden mit konkreten Ansätzen. In Workshops und Veröffentlichungen zeigen wir auf, wie man mehr und wirksameren Klimaschutz machen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann - als Einzelperson, aber vor allem gemeinsam mit dem eigenen Umfeld.

Im Kern der Germanwatch-Bildungsarbeit steht immer das Konzept des strukturverändernden Handabdrucks, welches mich persönlich überzeugt und zu Germanwatch geführt hat. Der Handabdruck verfolgt den Ansatz, sich auf das eigene Engagement und auf die Veränderung nicht-nachhaltiger Strukturen zu konzentrieren und somit nachhaltiges Handeln zur neuen Norm zu machen. Eines meiner Lieblingsbeispiele ist eine Radinitiative in Aachen, die ihre Ideen für ein Radwegenetz bei der Stadt eingebracht hat. Es wird mindestens in Teilen umgesetzt und erleichtert damit klimafreundliche Mobilität für viele.

Während des FSJs gibt es immer wieder Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen, spannende Veranstaltungen zu besuchen und so einen umfassenden Einblick in die BNE-Landschaft auf Landes- und Bundesebene zu bekommen, spannende Menschen und neue Bildungsansätze kennenzulernen.

Innerhalb von Germanwatch ermöglichen organisatorische Aufgaben einen guten Einblick in die internen Strukturen und unterschiedlichen Fachbereiche.

Ich konnte aus meiner Zeit bei Germanwatch unfassbar viel mitnehmen und habe viele einzigartige Möglichkeiten geboten bekommen, durch die ich lernen und wachsen konnte. Deshalb meine große Empfehlung, sich für eine der FSJ-Stellen zu bewerben, sich einzubringen, Spaß zu haben und alle Angebote zu nutzen. Ich verspreche, es wird ein spannendes, bereicherndes Jahr!

Daten zum Blogbeitrag

Veröffentlichung:
Permalink: https://www.germanwatch.org/de/node/93464