Eine resiliente Wirtschaft ist entscheidend, um im globalen Wettbewerb zu bestehen und die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland langfristig zu sichern. Dafür braucht es massive Investitionen in Infrastruktur sowie in die richtigen Märkte und Technologien. Diese Investitionen können jedoch nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn Bundesregierung und EU klare Ziele und verlässliche Leitplanken setzen. Politische Zielsetzungen bestimmen maßgeblich, wohin Kapital fließt und ob es konsequent in Zukunftsmärkte gelenkt wird.
Derzeit fehlen jedoch konsistente Prioritäten. Öffentliche Mittel fließen weiterhin in fossile Strukturen, während regulatorische Vorgaben abgeschwächt werden. Das schafft Unsicherheit, hemmt Investitionen und erhöht die Kosten der Transformation.
Das Papier entwickelt konkrete Ansätze für eine systematische Ausrichtung von Finanzierungsentscheidungen an Nachhaltigkeitskriterien. Dazu gehören eine klimakompatible Haushalts- und Investitionspolitik, die Stärkung öffentlicher Banken als Transformationstreiber, eine Finanzaufsicht mit klarer Nachhaltigkeitsverantwortung sowie verlässliche und einheitliche regulatorische Rahmenbedingungen für Unternehmen und Finanzakteure.
Publikationsdaten
Veröffentlichung:Laura Niederdrenk (WWF)
Sabina Bals (WWF)
Paul Healy (Germanwatch)
Ute Sudmann (Germanwatch)
David Ryfisch (Germanwatch)