Afrikas Energielandschaft ist von einem Paradox geprägt: Überfluss und Mangel bestehen nebeneinander. Der Kontinent verfügt über enorme Potenziale im Bereich erneuerbarer Energien, und doch haben viele Menschen keinen Zugang zu Strom oder zu sauberen Kochlösungen. Diese Lücke zu schließen, ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine Frage von strategischer Ausrichtung, Gerechtigkeit und tiefgreifender Transformation. Diese Publikation stellt eine Theory of Change (ToC) vor, die dazu beitragen soll, vorhandene Potenziale in konkreten Fortschritt zu übersetzen. Sie wurde entwickelt, um die Arbeit von Brot für die Welt und Germanwatch zu begleiten, und bietet einen strukturierten, systemischen Rahmen für eine gerechte und inklusive Energiewende in Afrika. Dabei verstehen wird die ToC nicht als starren Fahrplan, sondern als gemeinsamen Orientierungsrahmen. Sie soll Zusammenarbeit fördern, kollektives Handeln stärken und dabei unterstützen, die Komplexität der Entwicklung erneuerbarer Energien besser zu bewältigen. Im Zentrum steht der Anspruch, dass Afrikas Energietransformation nicht nur zur Dekarbonisierung beiträgt, sondern auch wirtschaftliche Chancen eröffnet, Selbstbestimmung stärkt und Klimagerechtigkeit voranbringt.