Indonesien, das über eine bedeutende Fertigungsindustrie verfügt, strebt an, industrielles Wachstum mit den Klimazielen in Einklang zu bringen, und peilt Netto-Null-Emissionen im Industriesektor bis 2050 an – zehn Jahre vor dem nationalen Ziel. Diese von Germanwatch in Auftrag gegebene Studie untersucht Indonesiens Weg zur Dekarbonisierung, einschließlich wirtschaftlicher Faktoren, politischer Rahmenbedingungen und Umsetzungsherausforderungen wie dem Zugang zu Finanzmitteln, Emissionsberichterstattung und politischer Kohärenz. Die Rolle der Zivilgesellschaft und internationaler Partner, insbesondere des Climate Club, werden hervorgehoben.
Die Studie zeigt, dass ein Rahmen für „Green Industry“ existiert, jedoch die Lücke zwischen Politik und Umsetzung geschlossen werden muss. Drei Prioritäten für die internationale Zusammenarbeit werden identifiziert: Entwicklung von Emissionsinventarsystemen, gemeinsame Entwicklung von Technologien zur CO2-Abscheidung und -Nutzung (Carbon Capture and Utilization, CCU) sowie der Einsatz innovativer Finanzierungsinstrumente, um private Investitionen zu fördern.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein gerechter Übergang (just transition) mehr Datentransparenz, gezielte finanzielle Unterstützung und eine inklusive Politikgestaltung erfordert.
Die Studie wird begleitet von einer Publikation zu industrieller Dekarbonisierung in Südafrika. Für einen Blogpost, der beide Publikationen zusammenfasst, siehe hier.