Südafrika erlebt eine rasante Deindustrialisierung. Im Gold- und Bergbausektor sind zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen. Eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen, besteht darin, Südafrika zu einer grünen Wirtschaft zu machen. Dies erfordert eine Reihe von No-Regret-Maßnahmen der Regierung, wie beispielsweise die Bekämpfung der Korruption, eine unorthodoxe Fiskalpolitik zur Unterstützung der Dekarbonisierung und eine Erhöhung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Diese von Germanwatch in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass energieintensive Sektoren wie Stahl und Ferrochrom niedrigere Inputkosten, technologische Modernisierungen, eine stabile Logistik und günstige grüne Energie benötigen. Für die Ferrochrom-Industrie sind eine verbesserte Regulierung und die Einführung neuer Technologien entscheidend, um den Stromverbrauch zu reduzieren und die Schmelzwerke wiederzubeleben. In Bereichen wie Zement, die schwer zu dekarbonisieren sind, erschweren hohe Kosten und begrenzte Speichermöglichkeiten die CO2-Abscheidung; finanziert werden sollte Forschung zu kohlenstoffarmen Materialien und Infrastrukturausbau. All diese Schritte, die notwendig sind, um die südafrikanische Wirtschaft zu revitalisieren, hängen von effektiven Institutionen, der Unterstützung der Zivilgesellschaft und der Integrität der Regierung ab, einschließlich Maßnahmen gegen Korruption und die Infrastrukturmafia.
Diese Studie wird begleitet von einer Publikation zu industrieller Dekarbonisierung in Indonesien. Für einen Blogpost, der beide Publikationen zusammenfasst, siehe hier.