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Indien & Deutschland: Reif für eine Partnerschaft?

Konferenz -Schlussfolgerungen zur deutsch-indischen Kooperation in Klima, Energie und Entwicklung

Indien und Deutschland verbindet eine jahrzehntelange Zusammenarbeit zu Klimathemen – von Energieeffizienzprojekten und Stromnetzen über Stadtentwicklung und Finanzierung bis zu wissenschaftlichem und zivilgesellschaftlichem Austausch. Doch die globalen Rahmenbedingungen verändern sich derzeit rasant. Angesichts geopolitischer Verschiebungen, des fortschreitenden Klimawandels, Energiekrisen und der Forderung nach einer gerechteren internationalen Ordnung bedarf es einer Neugestaltung außenpolitischer Beziehungen. Deutschland und Indien suchen beide nach stabilen Partnern und haben teils gemeinsame Interessen. Was bedeutet dies für die nächsten Schritte in der deutsch-indischen Kooperation zu Klima, Energie und Entwicklung? Ist die Zusammenarbeit reif für eine echte Partnerschaft, die auf Gleichberechtigung und gemeinsamer Verantwortung beruht und transformativ wirkt?

Um diese Fragen zu diskutieren, kamen auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch im September 2025 Vertreter:innen aus indischen und deutschen Think Tanks, Zivilgesellschaft, Ministerien und Wirtschaft für die Konferenz „Shaping the Future of Indo-German Cooperation on Climate, Energy and Development“ in Berlin zusammen. Ziel war es, im Dialog und persönlichen Austausch den Stand der bilateralen Kooperation gemeinsam zu reflektieren und differenziertere Ansätze für eine zukunftsorientierte, strategisch tragfähige Zusammenarbeit zu entwickeln. Die Teilnehmenden ergründeten Möglichkeiten der bilateralen Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Verständnis, strategischer Relevanz und gemeinsamer Verantwortung beruhen und so in eine echte Partnerschaft münden könnten.

Diskrepanz zwischen Wahrnehmung, Wirklichkeit und Hype überwinden: Indien durch echte Neugier verstehen

Ein wiederkehrendes Thema der Konferenz war die Frage, wie Indien in Deutschland wahrgenommen wird und welche Bilder das Verhältnis prägen. Viele Teilnehmende stellten fest, dass das Verständnis für Indiens politische und gesellschaftliche Komplexität in Deutschland nach wie vor begrenzt ist. Vereinfachende Stereotype – etwa von Indien als „schwierigem Partner“ oder als Land mit widersprüchlicher Politik – verdecken oft die realen Dynamiken. Denn Indiens Realität ist von Vielfalt geprägt: ein föderales System mit 28 Bundesstaaten, eine junge, urbane Gesellschaft neben Traditionsbewusstsein, rasantes Wirtschaftswachstum und zugleich wachsende sozialer Ungleichheit.

Zudem wurde die interne politische Diversität betont: Energiepolitik wird in Delhi anders gedacht als in Tamil Nadu oder Gujarat, und die Umsetzung hängt stark von lokalen Realitäten ab. Außerdem sind Klima- und Energiepolitik in Indien schon immer auch Mittel für Wachstum und Entwicklung gewesen. Diese Erkenntnis hat praktische Konsequenzen: Wer mit Indien kooperiert, kooperiert nicht mit einem Monolithen, sondern muss föderale Strukturen, kulturelle Kontexte und die Schnittstelle von nationaler und lokaler Politik verstehen – eine Herausforderung, aber auch der einzige Schlüssel zu differenzierter, zielgerichteter und erfolgreicher Kooperation und langfristiger Partnerschaft.

Mehrere indische Stimmen unterstrichen, dass gegenseitiges Lernen nur durch echte Neugier und kontinuierlichen Dialog möglich sei und es mehr Räume brauche, in denen nicht nur Projekte, sondern auch Hintergründe und gegenseitige Wahrnehmungen reflektiert würden. Insgesamt bedürfe es einer stärkeren Indienkompetenz. 

Indiens „chamäleonhafte“ Geopolitik: Strategische Anpassung als Machtressource

In den Diskussionen wurde Indiens oft als „chamäleonhaft“ beschriebenes Auftreten in der internationalen Politik analysiert – eine Fähigkeit, die in Europa oft missverstanden wird. Statt Unberechenbarkeit beschreibt dieser Begriff Indiens strategische Anpassungsfähigkeit in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung. und vor dem Hintergrund vielseitiger indischer Perspektiven. Indien bewegt sich souverän zwischen G20, BRICS, QUAD, der Shanghai Cooperation Organisation und dem UNFCCC-Prozess, ohne sich eindeutig einem geopolitischen Block zuzuordnen. Diese Vielgleisigkeit folgt einer bewussten außenpolitischen Doktrin: größtmögliche Handlungsfreiheit, Schutz nationaler Entwicklungsinteressen und das Streben nach einer multipolaren Ordnung, die postkoloniale Machtasymmetrien korrigiert. Während einige westliche Akteure dieses Verhalten als opportunistisch deuten, betonten indische Teilnehmende, dass es vielmehr die Komplexität eines Landes widerspiegelt, das sich gleichzeitig als „Voice of the Global South“ und als aufstrebende Großmacht und G20-Mitglied versteht. Die Errungenschaften Indiens in den Bereichen Digitalisierung und Weltraumforschung tragen ebenso zum Nationalstolz bei wie einige der ältesten Hochschulen der Welt. Internationale Beispiele für indische Initiativen in der globalen Zusammenarbeit im Bereich Nachhaltigkeit sind unter anderem die Mission LiFE zu nachhaltigen Lebensstilen und die International Solar Alliance zur Verbreitung erneuerbarer Energien. 

Für Deutschland bedeutet dies, Kooperation nicht über Bündnistreue, sondern über gemeinsame Schnittmengen und gegenseitigen Respekt zu definieren. Indiens geopolitische Chamäleontaktik ist keine prinzipielle Abkehr vom Partnerschaftsgedanken, sondern eine Einladung, Interessen klar zu formulieren und Kooperationen gemeinsam auszuhandeln. Deutschland ist gut beraten, Indien als globale Macht ernst zu nehmen. Mehrere Teilnehmende betonten dabei, dass es um gemeinsame Interessenbildung gehe. Indien erwartet, als gleichwertiger Partner anerkannt zu werden – mit Respekt für seine Entwicklungsprioritäten. Ein Vertreter aus Delhi formulierte es so: „Wenn Europa Indien als globalen Player ernst nimmt, muss es akzeptieren, dass wir nicht Teil eines westlichen Konsenses, sondern eines globalen Dialogs sind.“ 

Angesichts der sich wandelnden geopolitischen Dynamik, insbesondere unter der aktuellen Trump-Regierung, sollte die indisch-deutsche Zusammenarbeit auf eine neue Ebene gehoben werden. Künftige Bereiche der Zusammenarbeit in puncto Klima, Energie und Entwicklung sollten auf dem Erfolg langjähriger Programme aufbauen und die 2022 aufgesetzte Partnerschaft für grüne und nachhaltige Entwicklung (GSDP) unterstützen. Dazu könnten neben gezielter technologischer Zusammenarbeit auch die Ausweitung und Beschleunigung der Elektrifizierung einzelner Sektoren – insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Stahl und Chemie – gehören. Das könnte die Widerstandsfähigkeit des indischen Energiemarktes und der Wirtschaft insgesamt stärken, indem sie die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe verringern, die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern und nachhaltige Wertschöpfungsketten stärken. 

Elektrifizierung im Mega-Maßstab: Indiens Transformationslogik verstehen

Indien steht im Zentrum der globalen Energiewende. Wirtschaft und Bevölkerung wachsen rasant, der Energiebedarf steigt jährlich um rund 6 %. Gleichzeitig muss das Land für Energiesicherheit und -unabhängigkeit massiv erneuerbare Energien ausbauen und perspektivisch sektorübergreifend dekarbonisieren. Mit einem Anteil nicht-fossiler Kapazitäten von rund 50 % hat Indien seine Erneuerbaren-Ziele aus dem nationalen Klimaplan bereits übererfüllt. Dennoch bleibt das Land der drittgrößte Emittent weltweit (mit steigender Tendenz), da Kohle weiterhin rund 73 % der Stromerzeugung ausmacht (2024/25). Zugleich sind Armutsbekämpfung und die Schaffung von Arbeitsplätzen für die junge Bevölkerung zentral. Diese Spannung zwischen Klimazielen und Entwicklungsdruck prägt jede energiepolitische Entscheidung. International verweist Indien zudem auf seinen weiterhin geringen Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen. Die negativen Folgen des Klimawandels werden diese Herausforderungen weiter verschärfen – zugleich ist Indien für das Erreichen globaler Klimaziele von zentraler Bedeutung. 

Die Diskussionen der Konferenzteilnehmenden zeigten deutlich, dass Indiens Elektrifizierungsagenda weit über technische Fragen hinausgeht: Sie ist ein gesamtgesellschaftliches Transformationsprojekt. Während internationale Akteure Indien lange vor allem durch die Linse kleiner, dezentraler Off-Grid-Lösungen betrachteten, hat das Land in den vergangenen Jahren eine Elektrifizierungsdynamik entwickelt, die in ihrer Geschwindigkeit und ihrem Maßstab global herausragt. Die nahezu flächendeckende Versorgung über das nationale Stromnetz, kombiniert mit ambitionierten Zielen für erneuerbare Energien, zeigt eine klare strategische Priorität: Zugang zu Energie als Entwicklungsrecht. Stromversorgung bedeutet Zugang zu Chancen, Bildung, Gesundheit – und deshalb ist sie politisch hochsensibel. Teilnehmende betonten jedoch auch die gravierende Ungleichheit, bei der ein kleiner Teil der Bevölkerung viel stärker von Entwicklungen profitiert und inzwischen, auf europäischem Niveau, ein Vielfaches der Pro-Kopf-Emissionen der großen Mehrheit verursacht. 

Neue Chancen für deutsch-indische Kooperation

Zusätzlich steht das System vor strukturellen Herausforderungen: Starre Stromabnahmeverträge bremsen die Integration erneuerbarer Energien, der steigende Bedarf und der Wunsch nach Importunabhängigkeit erhöhen den Druck auf nationale Kohlekapazitäten, und Investitionsrisiken erschweren Modernisierung und Speicheraufbau. Effizienzsteigerungen und fortschrittliche Kohletechnologien, ergänzt durch den Ausbau des Stromnetzes, dezentrale erneuerbare Energien und der Ausbau der Batteriespeicherung wurden als mögliche Ansätze zur Dekarbonisierung diskutiert. 

Für die deutsch-indische Kooperation eröffnet dieses Spannungsfeld neue Chancen: von intelligenter Netzinfrastruktur über Industrieelektrifizierung bis hin zu innovativen Finanzierungsmodellen. Bereits heute bindet die Zusammenarbeit nationale und subnationale Akteure, Forschungseinrichtungen und den privaten Sektor durch gemeinsame Forschung, Kapazitätsaufbau, Städtepartnerschaften und Technologiekooperation mit ein. Ziel dabei ist es, einen gerechten und skalierbaren Wandel (just/people-centred transition) zu unterstützen. Entscheidend wird aber sein, Elektrifizierung nicht als rein technische Aufgabe, sondern als komplexe Entwicklungsstrategie zu begreifen, die auch die Klimaresilienz Indiens fördern kann. Um aus den derzeitigen Kooperationsansätzen zwischen Indien und Deutschland eine echte Partnerschaft zu machen, müssen sie entsprechend breit aufgestellt werden. 

Wirtschaftliche Kooperation und Technologiepartnerschaften 

Die Konferenz zeigte auch: Die wirtschaftliche Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien ist längst kein Nischenthema mehr. Erfolgreiche Projekte wie die nationale Rooftop-Solar-Kampagne, Pilotanlagen für solare E-Ladeinfrastruktur in Delhi oder Kooperationen zwischen deutschen und indischen Mittelstandsunternehmen verdeutlichen das Potenzial. Bestehende Formate zur Förderung der geschäftlichen Zusammenarbeit haben bereits zu konkreten Projekten geführt hat. 

Doch das „Wie“ ist entscheidend: Deutsche Unternehmen müssen sich stärker auf indische Marktbedingungen einlassen – von regulatorischer Unsicherheit bis hin zu Preisstrukturen. Indische Partner wiederum erwarten statt Technologietransfer ein gleichberechtigte Technologiekooperation, also gemeinsame Entwicklung für Indiens Bedarfe, lokale Wertschöpfung und faire Teilhabe statt eines reinen Fokus auf Indien als Absatzmarkt. 

Zivilgesellschaftliche Beteiligung: Über Handlungsspielraum und Verantwortung

Zivilgesellschaftliche Organisationen spielen in der Klima-, Energie- und Entwicklungspolitik eine zentrale Rolle beim Aufbau von Vertrauen, bei der Einbindung lokaler Sichtweisen und bei der Verknüpfung globaler Herausforderungen mit lokalen Realitäten. Indische NGOs und Think Tanks befinden sich jedoch zunehmend in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite leisten sie unverzichtbare Arbeit für Umsetzung, Innovation und lokale Verankerung, auf der anderen Seite schränken neue gesetzliche Bestimmungen (z. B. die FCRA-Gesetzgebung) ihren finanziellen und politischen Spielraum ein. 

Die Diskussion befasste sich explizit mit Möglichkeiten zur Stärkung der Zusammenarbeit der indischen und deutschen Zivilgesellschaft. Zu den Vorschlägen gehörten die Vernetzung von deutschen und indischen Think Tanks mit Akteuren an der Basis, die Nutzung von Diaspora-Netzwerken und die Identifizierung von Themen, die sektorübergreifend Anklang finden, um (lokale) Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft gleichermaßen einzubeziehen. Insgesamt betonten die Teilnehmenden die Bedeutung von Kreativität, Kapazitätsaufbau und Pragmatismus für die Aufrechterhaltung und Förderung der Rolle der Zivilgesellschaft in den indisch-deutschen Beziehungen. 

Blick nach vorn: unterschiedliche Wege zur gemeinsamen Verantwortung. 

Eine zentrale Erkenntnis der Konferenz war, dass klimapolitische Verantwortung geteilt werden muss – aber nicht gleichförmig. Deutschland strebt Klimaneutralität bis 2045 an, Indien will bis 2070 netto null erreichen – eine Differenz, die häufig als Gegensatz missverstanden wird. In Wahrheit spiegeln diese Ziele unterschiedliche Ausgangsbedingungen wider: Pro-Kopf-Emissionen, historische Verantwortung sowie Zugang zu Kapital und Technologien. Statt Widerspruch gilt es, Komplementarität zu denken. 

Vor diesem Hintergrund wurden die deutsch-indischen Beziehungen aus politischen, sozial-kulturellen und klimapolitischen Blickwinkeln kritisch reflektiert. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Ausbau des Green and Sustainable Development Partnership (GSDP) als Rückgrat zukünftiger Zusammenarbeit. Die aktuelle Debatte über den Stand der bilateralen Beziehungen ist teils zu eng geführt; die indische Themenbreite, die Vielfalt der Ansatzpunkte sowie kontroverse Stimmen – insbesondere zu Menschenrechtsfragen – finden wenig Raum, da politische Prioritäten wechseln und zu kurzfristig oder vor allem in Markt- und Technologielogik gedacht wird. Zugleich wirken die bestehenden Beziehungen nicht nur in Indien, sondern auch in Deutschland selbst, etwa durch eine wachsende, heterogene Diaspora, was politische und kulturelle Auseinandersetzungen, Ansprüche auf Teilhabe und Mitbestimmung sowie wirtschaftliche Verflechtungen mit sich bringt. Für eine robuste Partnerschaft sind breitere, bislang unterrepräsentierte Perspektiven – vor allem von Frauen und Jugendlichen –, das Überwinden von Klima- und Energiesilos und eine gemeinsame Strategieentwicklung notwendig. Steigende Handelskonflikte (z. B. durch den CBAM), mangelndes Verständnis für unterschiedliche Dekarbonisierungspfade und eine stärker protektionistische EU-Industriepolitik können politische Silos und ein bislang schwaches institutionelles Erinnerungsvermögen verstärken. Gleichzeitig fehlt es in Indien an ausreichender Rechenschaftspflicht für die eigene Klima-, Energie- und Entwicklungsstrategie, etwa in Bezug auf ein Klimagesetz oder den Schutz der Umwelt, sowie an langfristigen, generationenübergreifenden und skalierbaren Lösungen. 

Von Projekten zu Partnerschaftspolitik 

Die Konferenzteilnehmenden formulierten ein gemeinsames Anliegen: Die Zukunft der deutsch-indischen Zusammenarbeit müsse strategisch und normativ neu aufgestellt werden.
Das bedeutet 

  • Langfristigkeit statt Projektlogik: Gemeinsame Roadmaps, nicht Einzelmaßnahmen.
  • Politikkohärenz: Handel, Klima und Entwicklung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  • Entwicklungs- und Gerechtigkeitsperspektive: Jede Maßnahme sollte soziale Dimensionen berücksichtigen – von Arbeitsplätzen bis zu Energiezugang.
  • Wissenskooperation: Gemeinsame Forschungs- und Bildungsinitiativen als Rückgrat nachhaltiger Beziehungen.

Dazu diskutierten die Teilnehmenden nächste Schritte für Deutschland als konstruktiver Partner. Mehrere Ansätze kristallisierten sich heraus. Dabei wurde betont, dass jede klimapolitische Maßnahme an ihrem Beitrag zur Armutsminderung und Arbeitsplatzschaffung gemessen wird: 

  • Dekarbonisierung industrieller Sektoren (Stahl, Chemie, Zement) durch gezielte Technologiekooperation wie grüner Wasserstoff.
  • Modernisierung des Stromnetzes und Stromspeichertechnologien, um fluktuierende Erneuerbare zu integrieren.
  • Finanzierung und Regulierung: neue Modelle wie blended finance, die öffentliche und private Mittel intelligent kombinieren, Wechselkursrisiken adressieren und bürokratische Hürden und kompliziertere Vergabeverfahren abbauen.
  • Kapazitätsaufbau und Ausbildung: Fachkräftequalifizierung als Schlüssel für eine gerechte Transformation. 

Partnerschaft beginnt dort, wo beide bereit sind, voneinander zu lernen 

Die Berliner Konferenz hat gezeigt, dass die deutsch-indische Partnerschaft großes Potenzial hat, wenn sie von gegenseitigem Respekt, wachsendem Selbstbewusstsein und gemeinsamer Verantwortung für das globale Gemeinwohl geprägt ist. Kooperation bedeutet künftig nicht mehr, voneinander zu lernen, wie man hilft, sondern wie man gemeinsam gestaltet. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis: Dass Partnerschaft nicht dort beginnt, wo einer führt und der andere folgt – sondern dort, wo beide bereit sind, voneinander zu lernen und miteinander zu agieren.


Dieser Text erschien zuerst im Newsletter der Heinrich-Böll-Stiftung (Januar 2026) sowie auf der Website Heinrich-Böll-Stiftung.

Daten zum Blogbeitrag

Veröffentlichung:
Autor:innen:
Rixa Schwarz, Lalit Chennamaneni
Permalink: https://www.germanwatch.org/de/node/93396