So werden etwa – auch über nationale Grenzen hinaus – Böden und Gewässer belastet und für den Anbau von Futtermitteln Wälder gerodet. Zudem führen nicht nachhaltige Ernährungsweisen zu hohen Umwelt- und Gesundheitskosten. Zugleich sind Landwirtschaft und Landnutzung mit akuten Krisen konfrontiert: Internationale Kriege und lokale Konflikte unterbrechen Agrarlieferketten, während die Klimakrise häufigere Extremwetterereignisse bringt und der Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität die langfristige Ernährungssicherheit gefährdet.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, braucht es klare politische Weichenstellungen: sozial-ökologisch ausgerichtete Ziele, kohärente Strategien und wirksame Anreize für nachhaltige Produktion und Konsum. Zudem sind praktikable gesetzliche Regelungen für einen fairen Agrarhandel notwendig. Nicht zuletzt müssen tragfähige alternativer Geschäftsmodelle entwickelt werden, die landwirtschaftlichen Erzeuger:innen ein existenzsicherndes Einkommen und wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen. In der EU müssen dafür vor allem die Gemeinsame Agrarpolitik, die rund ein Drittel des gesamten EU-Haushalts ausmacht, sowie Strategien und Programme, wie die Klimaschutzprogramme der Mitgliedsstaaten, entsprechend ausgerichtet werden.
Sowohl im Globalen Norden als auch im Globalen Süden gilt es nachhaltige, resiliente und weniger importabhängige Ernährungssysteme aufzubauen, insbesondere durch eine dringende Reduzierung der Abhängigkeit von auf fossilen Energieträgern basierenden Düngemitteln und fossiler Energie. Im Sinne internationaler Verantwortung müssen Länder des Globalen Südens mitgestalten können und konsequent menschenrechtsbasierte Ansätze implementiert werden.
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