Im Folgenden stellen wir unsere Arbeitsschwerpunkte vor.
Deutsche und EU-Agrarpolitik nachhaltig gestalten
© Katharina Brandt
Unsere globalen Ernährungssysteme sind einem enormen Druck ausgesetzt. Insbesondere die sich immer extremer zuspitzende Klimakrise und der Verlust von Artenvielfalt schlagen sich vielerorts schon heute deutlich spürbar auf die landwirtschaftliche Produktion nieder. Die Landwirtschaft muss dabei an diese Bedingungen bestmöglich angepasst werden, hat aber auch selbst durch ihre Treibhausgas-Emissionen einen erheblichen Einfluss auf das Klima und durch ihre Landnutzung auf die Biodiversität.
Hinzu kommen weitere Folgen für die Umwelt (z. B. Belastung von Böden und Gewässern) und die Gesundheit von Mensch und Tier (z. B. Antibiotikaresistenzen und Zoonosen). Die EU – und dabei insbesondere Deutschland als größter Nettozahler der europäischen Agrarpolitik und einer der größten landwirtschaftlichen Produzenten in der EU – steht in der Verantwortung, eine konsequent sozial-ökologisch ausgerichtete Landwirtschafts- und Ernährungspolitik sowie eine klimagerechte Ausgestaltung unserer Ernährungssysteme voranzutreiben. Die landwirtschaftliche Produktion und die Ernährung müssen dabei im Rahmen von eng zusammenhängenden Strategien weiterentwickelt werden. Darüber hinaus gilt es, im Sinne internationaler Verantwortung und Solidarität, gemeinsam mit Ländern des Globalen Südens resiliente Ernährungssysteme zu gestalten. Unabhängig davon darf europäische Produktion die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung nicht behindern.
Tierhaltung nachhaltig reformieren und Alternativen vorantreiben
Die gegenwärtige Dimension der Tierhaltung und des Konsums tierischer Produkte belastet Klima, Umwelt, Biodiversität und Gesundheit erheblich. Den größten Anteil der Treibhausgasemissionen aus Landwirtschaft und Ernährung verursacht die Tierhaltung.
Schwerpunkt: Antibiotika in der Tierhaltung
Hinzu kommt ein enormer Flächenbedarf für den intensiven Futtermittelanbau, verbunden mit dem Verlust wertvoller Ökosysteme wie Wälder und Moore. Nicht zuletzt gefährdet der massenhafte Antibiotikaeinsatz in der industriellen Tierhaltung die Wirksamkeit von Antibiotika in der Tier- und Humanmedizin.
Gefordert sind eine erhebliche Reduktion der Tierhaltung und der Aufbau attraktiver Alternativen für landwirtschaftliche Betriebe - mit regionalen und fair ausgestalteten Wertschöpfungsketten. Neben der Politik steht auch die Fleisch- und Milchindustrie in der Verantwortung, entsprechende Wege mitzugestalten.
© unsplash.com | Brett Jordan
Um diese Ziele zu erreichen, fokussieren wir bei Germanwatch folgende Aktivitäten:
- Wir beobachten und analysieren politische Prozesse innerhalb unserer Handlungsfelder, identifizieren und setzen an wichtigen Hebelpunkten an und nehmen Einfluss, um unsere Ernährungssysteme (inkl. Landwirtschaft und Landnutzung) global gerecht und ökologisch verträglich zu gestalten.
- Wir bereiten Information in Form von Artikeln, Vorträgen, (Presse-)Meldungen, Hintergrundpapieren und Social-Media-Beiträgen auf.
- Wir sensibilisieren die Öffentlichkeit für notwendige Weichenstellungen in Agrarpolitik und -handel, Landwirtschaft und Landnutzung, Tierhaltung sowie in lokalen und globalen Ernährungssystemen.
- Wir vernetzen uns auf nationaler-, europäischer und internationaler Ebene und fördern dabei den interdisziplinären Austausch sowie die Zusammenarbeit von Organisationen.
Was können Sie tun?
- Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Schon kleine, regelmäßige Beträge helfen uns, wichtige Themen kontinuierlich zu bearbeiten und auf die politische Agenda zu setzen.
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Bleiben Sie informiert und melden Sie sich zu unserem Newsletter an. Neben vielen weiteren Germanwatch-Themen halten wir Sie darüber auch immer wieder zu unserer Arbeit zur Agrarpolitik, Tierhaltung und Handel auf dem Laufenden.
Sprechen Sie mit anderen über das Thema „Nachhaltige Landwirtschaft“ und helfen Sie dabei mit die Agrar- und Ernährungswende ganz konkret voranzutreiben.
Ein Tool-Kit dafür finden Sie hier.
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Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, falls Sie Interesse an Beratungen, Vorträge oder Workshops zu dieser Thematik haben.
Gemeinsam können wir einen grundlegenden Wandel in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik bewirken.